Afterglow: Blogger Relations & Social Media Kultur – Vorlesung BAW

Eine neue Runde, eine neue Wahnsinnsfahrt. Nachdem ich vergangenen Freitag eine Neuauflage meiner Premieren-Vorlesung “Social Media Tools” aus dem August geben durfte, folgte am Sonntag der nächste Streich.

In einer Kombination aus meinem Vortrag zu Blogger Relations vom 9. Münchner Agenturgipfel und dem bisherigen Verständnis von Social Media sowie Online Relations entstand die nette kleine Chymäre “Blogger Relations & Social Media Kultur”.

Wer meine Beiträge zum Agenturgipfel sowie der großen Frage-/Antwort-Runde rund um die Einführung ins Thema Blogging für Monika schon kennt, der wird viel Bekanntes wiederfinden bzw. kaum Neues entdecken. Aber das soll auch nicht des Pudelskern sein. Viel eher ging es darum dem wirklich tollen Kurs die Basics und das Grundverständnis für “dieses Internet” näher zu bringen.




Folie #05 bis #27:
Der Einstieg über das “Grundlegende zum Blogging” sollte einmal mehr verdeutlichen, dass das eigene Zuhause im Web am besten in Blogform geführt wird. Man ist einfach unabhängiger und kann sich seine Bleibe so einrichten, wie man es für richtig hält. Als Mieter muss ich schließlich damit rechnen, dass mir der Vermieter eventuell ein häßliches Bild in den Flur hängt.

Nachdem am Freitag bereits ein Blick auf die gängigen Blog-Software-Optionen geworfen wurde, folgte der Blick unter die Haube. Wie sehen WordPress, tumblr, Posterous und Co. eigentlich von innen aus? Was gibt es zu beachten und welche Möglichkeiten vereinen sie? Für mich, der die Tools allesamt so selbstverständlich benutzt, ist es immer wieder interessant zu sehen, wonach Neulinge auf dem Gebiet so alles fragen und wie strategisch sie dabei schon vorgehen (Stichwort: Timing von Beiträgen per Setting). Spannend, das.

Dass die Hülle natürlich von ihren Inhalten lebt, war ebenso Bestandteil der vielen guten Diskussionen und Zwischenfragen, die immer wieder auftauchten. Ob es sehr euphorisch klingt, wenn ich noch einmal fallen lasse, wie sehr mir die Gruppe gefallen hat? So macht das Lehren richtig Spaß :)

Folie #28 bis #44:
Doch wer sind denn nun diese ominösen Blogger und Netizens, die das Web bevölkern und dort ihr Wissen teilen sowie Schabernack treiben? Die gängigen Studien dazu sind natürlich allesamt so aussagekräftig wie ein Windfähnchen in einem Tornado, da in jede beliebige Richtung weisend und mir flüsternd, dass Wind herrscht, aber ansonsten …? Natürlich, wir sind es, die das Web bevölkern, aber wir sind nicht der direkte Maßstab. Ich bin jedes Mal aufs Neue geneigt zu sagen, dass der Durchschnittsblogger/-netizen auf den Namen Legion hört. Und Legion sprach “Wir sind viele”.

Ein Bruchteil dieser Vielen habe ich dem Kurs dann dennoch vorgestellt. Die bekannteren/bekanntesten Gesichter der deutschen Blogosphäre, wenn man so will, ohne den Anspruch auf Vollständigkeit erheben zu wollen. Im Grunde sind es die gleichen Gesichter, die immer wieder in den Medien auftauchen.

Auf meine Frage, was diese Gesichter über die deutsche Blogosphäre aussagen, kam der Kurs aber sofort zur Sache: technikorientiert, gadgetfixiert, zuweilen selbstreferenziell, sich selbst (zu) ernst nehmend und selten mit wirklich rein persönlichen Geschichten aufwartend. Und, natürlich und ebenso bitter, fast ausschließllich männlich dominiert (erst im Nachgang kam ich dann noch auf hervorragende Seiten wie Mädchenmannschaft, Amy&Pink oder auch die gern gelesene Anke Gröner … Mist).

In der Diskussion, wieso sich die deutsche Blogosphäre von der englischssprachigen so unterscheidet, sind das ganz wichtige Punkte, lässt sich aber auch (mal wieder/leider) auf die Kulturunterschiede zurückführen. Man redet hierzulande in der breiten Öffentlichkeit und unterer ihrer Beobachtung lieber über die Sache an sich, denn über die Menschen dahinter (und wenn, dann eher selten lobend). Zuweilen kommen dabei aber dennoch gute und konstruktive Diskussionen heraus, auch wenn diese meiner Meinung nach seltener geworden sind … aber vielleicht ist das auch nur ein persönlicher Eindruck.

Folie #45 bis #67:
Im Grunde eine Wiederholung meiner Ausführungen vom Agenturgipfel. Der genaue Inhalt lässt sich dort nachlesen.

Folien #68 bis #72:
Dem gegenüber stehen die durchweg positiv aufgeladenen Aussagen darüber, was die Social-Media-Kultur denn ausmache, was mich zwar ein wenig verwunderte, aber auch eine indirekte Bestätigung zu sein scheint, dass Bloggen in Form von langwierigen Beiträgen für ausgedehnte Gedankengänge und Co. eher “old school” ist und auch von diesen User-Generationen hochgehalten wird.

Was den positiven Tenor gegenüber dem Social Web betrifft, muss ich aber auch dazusagen, dass fast alle Antworten von Mitgliedern der “jungen Garde” kommen, die Social Media leben und das, was sie schreiben, auch so meinen und online wie offline weitertragen. Nur eben verstärkter im Community-Umfeld von Facebook, Twitter und Konsorten … So gesehen eine sehr spannende Entwicklung und Beobachtung, der ich mich vieleicht irgendwann anders einmal annehmen werde.

Folie #73 bis #102:
Mit einer kleinen Umstellung haben wir auch hier eine Wiederholung dessen, was ich Anfang November bereits vortragen durfte. Garniert mit ein wenig Geplauder aus dem Nähkästchen durch praktische Erfahrungen kamen wir auch hier wieder sehr gut ins Gespräch, da die verschiedenen Branchen, die durch die Teilnehmer des Kurses abgedeckt wurden (Hotelerie/Gastronomie, Eventmarketing, Finanzen, Chemie, B2C, …) allesamt ganz eigene Ansprüche und Fragen stellten.

Ich war, wie ihr merkt, einmal mehr sehr angetan vom Dozentendasein, hatte es mit so einer gut aufgelegten Gruppe aber auch wieder einmal sehr leicht. Ich weiß gar nicht, warum ich diesbezüglich immer so ein Glück habe … Egal, ich freue mich einfach darüber, dass ich wieder die eine oder andere neue Sichtweise vermitteln und das Verständnis der Lieben ausbauen konnte. Mehr kann ich ja kaum verlangen :)

Abschließend noch ein Dankeschön an die BAW (Bayerische Akademie für Werbung und Marketing), die mich zum Lehren an den Hof beordert hat und das hoffentlich auch in Zukunft wieder tun wird.

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2 Kommentare

  1. [...] stand ich im Rahmen eines ab und an stattfindenden Dozentenjobs vor einem Kurs, dem ich nicht nur Blogger Relations und Social-Media-Kultur näherbringen durfte, sondern auch das Bloggen an sich. Neben sehr lebhaften Diskussionen darüber, über was man denn [...]

  2. Deine Meinung über die Bloggerwelt ist mein liebster Teil in der Präse. :)
    Genau so empfinde ich sie auch.

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