Kettenreaktionen einer Social Media-Diskussion

Das Web bedeutet immer wieder Dialog, so wie er aktuell einmal mehr in der (Online-)PR-Sphäre ausgetragen wird. Aus einem Beitrag erwachsen Diskussionen in den Kommentaren, die zu weiteren Diskussionen führen, bis diese in Blogposts auswachsen und wieder neuen Gesprächsstoff generieren… Und genau deswegen liebe ich das Internet jedes einzelne Mal aufs Neue!

Eigentlich war die Idee von Cem Basman gar nicht so übel. In einem Beitrag vom 24.10. fragte er in die digitale Runde, welche Social Media-Kampagne die erfolgreichste bzw. schlechteste im sich dem Ende neigenden Jahr 2009 gewesen sei.

Die Meldungen diesbezüglich kamen zügig und so fand man recht bald ein buntes Potpourri an Kampagnen, die sich in den letzten Monaten durch die Social Media-Kanäle wühlten.

Sachar Kriwoj unterbrach die Vorschlagsrunde nach reiflicher Überlegung mit dem Einwand, dass Social Media nicht als Kampagne, sondern als fließender Dialog verstanden werden müsse, wenn nicht gar als virtuelle Beziehungspflege – sprich Digital Relations.

Dass man über diese Definition diskutieren könnte war klar und so war es Djure Meinen, besser bekannt als 50hz, der schließlich einwarf, dass Social Media Social Media hieße und nicht Digital Relations.

Und ergänzend sagt der von mir sehr geschätzte Christian de Vries, dass man bei all den Möglichkeiten, die Social Media (oder wie man es gerne auch sonst nennen mag) bieten, doch bitte nicht die Kunden vergessen solle, die sich nach wie vor vermehrt offline bewegen und ebenso eine gute Beratung verlangen wie alle anderen auch.

Die abschließende Frage, die ich gerade eben noch aufgeschnappt habe, kam aber von Thomas Pleil, der überlegt, ob man mit der Begrifflichkeit „Kampagne“ im Bezug auf Social Media einfach nur die formulierte Hintertür offen halten mag, um diese nach zeitlichem Misserfolg eher schließen zu können als ein, sagen wir mal, komplettes Konzept verbraten zu haben.

2 Kommentare

  1. Pia Hannappel · · Antworten

    Vorweg – danke an Daniel für die gelungene Zusammenführung der Standpunkte. Ohne die einzelnen Diskussionbeiträge im Detail verfolgt zu haben, ein paar schnelle Gedanken von meiner Seite: Es ist zwar ein schöne Idee, Social Media einzig im Sinne von Digital Relation zu verstehen oder eben als fließenden Dialog und dort haben Kampagnen mit ihrem werbenden und zielorientierten Charakter gefühlt keinen Platz, aber man würde Social Media damit gleichzeitig auf einen einzelnen – zugegebener Maßen zentralen – Aspekt beschränken. Das Social Media viel mehr als virtuelle Beziehungspflege oder fließenden Dialog ausmacht und man vielleicht doch mehr in die Breite und Tiefe blicken sollten, um auf die vielschichtigen Ebenen zu gelangen, wird deutlich, wenn man berücksichtigt, wie wir durch Social Media in unserem Handeln beeinflusst werden. Parallel zum Offline Universum kann man sich auch Online Kampagnen nicht entziehen. Wir treffen täglich auf Interessen geleitete und mit einer bestimmten Absicht verbundene, zielgerichtete Kommunikation im Netz. Wuchten wir einen begrenzten Zeitrahmen hinzu, gelangen wir sehr schnell zum klassischen Verständnis von Kampagne. Transportiert, verbreitet, rezipiert und eventuell auch diskutiert – im Lebensraum von Social Media.

  2. […] Media vs. Digital Relations: Inwiefern habe ich mich geirrt? Sachar Kriwoj ist nach der sehr umfassenden Debatte um die Begrifflichkeiten Social Media und Digital Relations in sich gegangen und hat seine Gedanken […]

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