Slideshare: Twittertutorium

Vor einem knappen Monat hielt ich als Stellvertretung für Thomas Pleil vor meinen Kommilitonen das schon einmal erwähnte Twittertutorium ab. Nun, ein paar Wochen später, habe ich die Präsentation in leicht abgewandelter Form auch endlich auf Slideshare hieven können.

Der Vollständigkeit halber gehe ich noch kurz auf die Formalien und einzelnen Oberpunkte des „Fahrplans“ ein, um den Nährboden für potentielle Diskussionen bestellen zu können:

Nach dem Pilotversuch Twitter im Studienjahrgang vor uns als Hilfsmittel und festes Tool in die Lehre zu integrieren, wurde diese Testreihe im noch jungen Wintersemester mit einer neuen Gruppe fortgesetzt. Die meisten meiner Kommilitonen hatten im Vorfeld schon von Twitter gehört, es aber noch nicht aktiv genutzt. Ein Faktum, das nun beendet wird. In knapp zwei Stunden bin ich mit der Gruppe in diesem Twittertutorium die wichtigsten Punkte durchgegangen, ohne (hoffentlich) allzu oberlehrerhaft gewirkt zu haben.

– Hard Facts
Für die Basisinfos stützte ich mich insbesondere bei den Nutzerangaben auf diese Zahlen.

– Twitter ist …
Für Twitternutzer, die schon länger dabei sind, eigentlich selbsterklärend, für Anfänger allerdings gute Möglichkeiten zur Orientierung, was machbar ist. Auf die Gefahr, dass man am Ende nur einen riesigen Informationsfluss hat und darin nicht angeln kann, wies ich aber noch einmal hin.

– Die große Skepsis, was daraus wurde und warum wir?
In Gesprächen mit dem vorausgegangenen Semester konnte ich Anfang des Jahres ein paar Statements einsammeln, die dieses nette Vorher-Nachher-Feature ermöglicht haben. Ich hoffe von daher nicht ganz unberechtigt, dass es nach diesem Semester ähnliche Meinungsänderungen zu verzeichnen gibt, obwohl – auf Grund der mittlerweile längeren und höheren Bekanntheit Twitters – mehr Skeptiker in der Runde sind, die das Zwitschern viel eher als Nice-To-Have (falls überhaupt) denn Must-do ansehen.

– Account-Eröffnung
Erst einmal zu Recht finden, obwohl relativ intuitiv aufgebaut, wie ich damals bei meinen ersten Schritten empfand.

– Twitter-Strategien
Hier möchte ich nochmals kurz auf den formell abgesteckten Rahmen eingehen: Thomas Pleil möchte von uns Studenten sehen, dass wir uns mit dem Tool auseinandergesetzt haben, lernen, wie man sich vernetzt und welche Wirkungen man erzielen kann, um diese Erfahrungen schließlich in einem Abschlussbericht zu Papier zu bringen.
Wer wie twittert, ist dabei jedem offen gestellt. Ob privat oder öffentlich für die eigene Reputation (in der Folge auch mein Schwerpunkt der Präsentation) soll jeder selbst entscheiden, dabei aber eine Idee im Hinterkopf haben. Und nach Möglichkeit Stolperfallen vermeiden.

– Vorstellung der Tools
Das bereitgestellte Handwerkszeug kennen zu lernen ist nach wie vor der größte Spaß: Wie funktioniert das mit den @-Replies? Müssen Hashtags wirklich sein? (ja und nein, aber das ist Gewohnheitssache, wie ich finde – habe ich auch entsprechend erklärt)
Am interessantesten fand man aber die URL-Shortener😉

– Netzwerkbildung
Das Herzstück des Tutoriums. In diesem Aufbau natürlich durchaus diskussionswürdig, aber da habe ich mich ein wenig an meinem eigenen „Twitterwerdegang“ orientiert.
Das Absurde daran: Für gewöhnlich bin ich gar kein allzu großer Freund von „ihr macht das so, denn nur dieser Weg ist richtig“-Ansätzen, da ich selber noch am lernen bin. Doch gerade mit Blick auf die Semesterprojekte, die sich u.a mit Case Studies und B2B-Kommunikation beschäftigen, war es mir wichtig, ein paar potentielle Richtungen vorgeben und bereits bekannten PR-Neigungen neuen Auftrieb geben zu können.

– Twitter-Clients
Wer sich wundert, wieso neben Twhirl und Tweetdeck auch noch das Netvibes-Widget auftaucht: Eine der ersten Amthandlungen im letzten Sommersemester war die Einrichtung eines Feedreaders, in diesem Fall Netvibes, den wir hiermit ein wenig ausgebaut haben.

– Sonstiges
Ein kleiner Zwitscher-Knigge und Hilfe im Kampf gegen Spam.

Und das war es dann auch schon. Sollten nach diesem kleinen Überblick noch Fragen und Diskussionsansätze offen sein, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn wir diese besprechen können.

6 Kommentare

  1. […] Twittertutorium Daniel Rehn hat in unserem PR-Kurs ein sehr schönes Twitter-Tutorium gehalten, das er nun auch öffentlich zugänglich gemacht hat (tags: twitter lehrbaustein education) […]

  2. Danke für die Slides. Eine schöne Zusammenstellung, vor allem die Statements finde ich aufschlussreich und hilfreich.🙂

    Als Ergänzung: Twitter ist für mich auch Monitoring oder einfach nur Beobachtung. In allen Twitter-Anleitungen steht immer, wie wir Twitter als aktive User nutzen können. Die Frage ist, ob ich nicht auch als passiver User, der keinen einzigen Tweet veröffentlicht, von Twitter profitieren kann?

    Irgendjemand (ich weiß leider gerade nicht, wer es war) hat mal gemeint, Twitter sei nicht so sehr Facebook ähnlich, sondern vielmehr Wikipedia. Vor dem Hintergrund, dass dort (eigentlich ja überall) nur eine ganz kleine Minderheit Inhalte beisteuert (90:9:1), ist das ein möglicher Nutzen, der immer etwas zu kurz kommt. Und vor allem verteufeln wir ihn immer.

  3. Den Monitoring-Aspekt reinzubringen hatte ich durchaus überlegt, aber das wäre angesichts der ohnehin schon zwei Stunden wohl doch zu viel des Guten gewesen. Zu mehr als einem Nebensatz bei der Vorstellungen der Möglichkeiten, die Tweetdeck bietet, reichte es dann aber nicht. Aber ja, auch dafür kann man Twitter nutzen.

    Wenn ich unseren Semesterplan gerade richtig im Kopf habe, werden wir demnächst sowieso noch einmal auf das Thema Monitoring zu sprechen kommen.

    Ebenso machbar ist selbstverständlich die passive Nutzung, aber die konnte ich Dank der von Thomas Pleil vorgegebenen Kennenlernen- und Ausprobier-Marschroute netterweise ausklammern.
    Und um auf deine 90:9:1-These zu sprechen zu kommen, fällt mir eigentlich nur dieser Link (http://bit.ly/3rAgOP) auf die Schnelle ein, der laut Harvard-Studie besagt, dass zehn Prozent der Nutzer 90 Prozent Inhalt ausmachen würden – was uns wieder auf die Passiv-Aktiv-Theorie stossen lässt😉

  4. Wertet Ihr dann auch aus, wer nach z.B. einem Jahr Twitter noch nutzt und wenn ja, in welcher Weise? Das wäre spannend…

    Danke für den Link. Die Studie war es, die ich gesucht habe, aber den Heise-Artikel kannte ich noch nicht. ;_)

  5. Ob wir eine offizielle Auswertung machen ist denke ich noch offen. Da wir aber auch unter der Freiheit twittern, dass wir nach diesem Semester nicht weitermachen müssen, werden ein paar Accounts von den 17 wohl direkt wieder eingestampft werden.

    Als ich mich im Rahmen des Umhörens bei unserem Vorgängersemester erkundigt habe, sind mir damals 13-14 Accounts untergekommen, von denen heute noch etwa die Hälfte mehr oder weniger aktiv ist. Allerdings haben sich aus dem letzten Jahrgang auch drei Musterbeispiele herausgebildet (@clab, @woelfchen, @ferdinandvr), die zeigen, wie weit man innerhalb eines Jahres kommen kann.

    Aber die Idee das Ganze mal etwas detailierter auszuwerten ist in der Tat gar keine so schlechte. Bei Gelegenheit werde ich mich mal dahinterklemmen😉

  6. […] großer Auftritt erfolgte gestern Nachmittag am Ende der zweiten Kickoffsession, mit dem, wie schon im letzten Semester abgehaltenen, Twittertutorium. Im Gegensatz zu meinem Kurs wird Twitter dieses Mal bereits im ersten […]

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