Euprera Social Media Awards 2010 – Die Gewinner

Im Rahmen der Euroblog-Konferenz oder besser gesagt dem Euprera Spring Symposium in Gent, Begien, wurden heute am ersten Veranstaltungstag die Social Media Awards 2010 vergeben. Ein Preis, der sich an bloggende PR-Studenten richtet, die sich (mehr oder minder) auf eigene Faust im Netz mit Public Relations, Social Media und technischen Entwicklungen aller Art und den daraus resultierenden Wechselwirkungen aufeinander auseinandersetzen. Thomas Pleil, der auch in der Jury saß – hatte sich Ende Oktober 2009 mit Beginn der Bewerbungsphase etwas ausführlicher dazu geäußert.

Ich selbst hatte, das möchte ich an dieser Stelle nicht verschweigen, Anfang Januar – durch meinen Professor ermutigt – meinen Namen ebenfalls in den Hut geworfen und mich mit diesem Weblog sowie den dazugehörigen Aktivitäten auf Twitter und in den PR-Fundsachen beworben. Nun denn, gewonnen habe ich zwar nicht und ich bin auch nicht in die finale Endausscheidung gekommen (meines Wissens nach aber wenigstens in die Phase davor), nichts desto trotz möchte ich aber dennoch einen kurzen Blick auf die Sieger der drei Kategorien „best student blog“, „best practitoner/ researcher blog“ und „best group blog“ werfen.

Der erste Platz bei den von Teams geführten Weblogs ging an Bergitte Lowzow und Mette-Lise Kjellberg aus Norwegen für  „Komma„, das Ende November 2009 von PR- und Kommunikationsmanagement-Studenten der Handelshochschule BI Oslo mit den folgenden, frei übersetzten Worten eröffnet wurde: „[…] es gibt 450.000 Blogger in Norwegen. Viele davon sind talentiert, einige weniger und andere hingegen sollten gar nicht bloggen. Hier wollen wir beweisen, dass wir zu denen gehören, die auf jeden Fall bloggen sollten. […] Blogs sind ein Kanal von Bedeutung, über den wir uns als Studenten austauschen, aber auch Gedanken machen und Stellungnahmen zum Thema [PR] in der Industrie abgeben können.[…]“

Inhaltlich ist vom Einblick in das Leben eines PR-Studenten während der Examensphase über Diskussionen zu (versteckter) PR im TV bis hin zu Social Media im alltäglichen wie studentischen Leben alles dabei, was einen Studierenden jener Fachrichtung bewegt.

Als ich mich umsah, hatte man sogar schon ein entsprechendes Posting zum Award-Gewinn online, in welchem man Juror Philip Young zitiert, der die eben angesprochene Bandbreite sowie das hohe Engagement an Beiträgen und Interaktion als Grund für die Entscheidung der Jury nennt. Zurecht, wie ich sagen muss, auch wenn dafür die deutsche Konkurrenz aus Leipzig (meiner Meinung nach nicht erfolgreich, weil man leider nur saisonal rund um das Leipziger PR-Forum bloggt) und Hannover (zwar sehr frisch und gut aus den Startlöchern gekommen, aber wohl noch zu frisch) das Nachsehen hatte. [Kleine Anmerkung am Rande: sowohl die Blogs aus Leipzig als auch Hannover hatte ich Anfang des Jahres in den PR-Fundsachen vorgestellt, die wir, wenn ich es mir recht überlege, eigentlich auch hätten vorschlagen können/sollen]

Den Titel als bestes Weblog eines Studenten räumte „New Media in PRactice“ ab, welches von Laura Fischer betrieben wird. Fischer, die ihren Bachelor of Arts in PR an der Hochschule Gelsenkirchen gemacht hat, ist momentan dabei ihren Master an der Metropolitan University in Leeds zu machen.

Auch hier findet sich eine enorme Vielfalt an Themen, die sich in alle Richtungen erstreckt. Ganz gleich ob Social Media, ungewöhnliche Advertisement-Ideen in den USA oder der Vergleich zwischen traditionellen und neuen Medien, alles ist dabei. Einziger Wehmutstropfen ist die Tatsache, dass seit Mitte Mai kein neuer Beitrag mehr online gegangen ist, was man aber – so konnte man aus dem Weblog von Fischers Kommilitonin Theresa Krautkremer entnehmen – der Dissertationsphase zuschreiben muss.

Bliebe Ben Cotton, der für sein Social Web Thing die Auszeichnung als „best practitoner/ researcher blog“ einheimsen konnte. Cotton, der sowohl im Digital Team von Edelman tätig ist als auch an der Leeds Metropolitan University als Mitarbeiter im PR-Bereich geführt wird, beweist ebenfalls ein gutes Handling für das weit gefächerte Themenspektrum, das er beackert, und profitiert dabei natürlich von seinen reichlich angesammelten Erfahrungen.

Nachtrag um 20.11h: Mittlerweile ist mir auch der offizielle Blogpost von Philip Young zu den Awards unter die Augen gekommen, in welchem er sich noch einmal bei allen Bewerbern für ihre Teilnahme bedankt (gern geschehen ;)) und betont, wie hart die Entscheidung schlussendlich war einen würdigen Sieger aus der Masse an guten Blogs hervorzuheben.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: