Twittertutorium reloaded – Neuer Jahrgang, neues Glück

Dienstag begann das Sommersemester 2010 für den neuen Online-PR-Kurs am Campus Dieburg der Hochschule Darmstadt, sprich: unsere Nachfolger sind nun am Zug. Dem Kickoff-Workshop mit Thomas Pleil und mir als Tutor (= Springer bei kleineren Fragen aller Art) wurden in der ersten Runde sämtliche für das Semester angedachten Social Media-Tools durchgesprochen, die die kursinterne wie -externe Arbeit und Kommunikation erleichtern sollen, wie z.B. ein internes Wiki mittels Google Sites, einem neuen Posterous-Blog oder auch den altbewährten PR-Fundsachen.

Mein großer Auftritt erfolgte gestern Nachmittag am Ende der zweiten Kickoffsession, mit dem, wie schon im letzten Semester abgehaltenen, Twittertutorium. Im Gegensatz zu meinem Kurs wird Twitter dieses Mal bereits im ersten Schwerpunktsemester für die Lehre und mehr eingesetzt. Ein Punkt, den ich persönlich für sehr sinnvoll halte, da die jüngeren Kommilitonen so die Möglichkeit haben ein komplettes Jahr (im Schutze des studentischen Status‘) an ihrer Reputation und ihrem Netzwerk arbeiten zu können.

Im Vergleich letzten Mal habe ich allerdings ein paar Modifikationen an meiner Präsentation vorgenommen, die dann doch über das augenscheinlichste Merkmal, die andere Hintergrundfarbe, hinausgehen.

– Hard Facts: natürlich, die validen Zahlen wurden aktualisiert und dem deutschen Markt ein wenig mehr angepasst, wobei die Recherche nach selbigen immer wieder der Jagd nach dem Monster von Loch Ness gleicht
– Twitter ist …: einen Service wie Twitter nur in einem Satz auf den Punkt bringend zu erklären ist immer wieder tricky, weswegen ich mittlerweile lieber zu Verständnis fördernden Metaphern greife – um so besser, wenn man Clips zu einem sehr artverwandten Thema findet, die meine Philosophie (für Online-PR wie auch Twitter – eigentlich alle Social Media-Tools) und Sichtweise eins zu eins abdecken
– Die große Skepsis: Leider noch mit den Zitaten meines Vorgängerjahrganges [mein Jahrgang wird alsbald untersucht werden]
– Twitter-Strategien: nach wie vor nicht als verbindlich zu verstehen, haben die Tipps meinen Kommilitonen doch relativ gut über die Runden geholfen
– Der Nutzen von Twitter …: Ein komplett neuer Punkt, den ich zwar auf Public Relations und Journalismus aufgeteilt habe, aber auch hier bildhaft nur ein paar von unzähligen Möglichkeiten aufzeige, da man ganze Tagesveranstaltungen mit den Pros und Contras, die ich zum Gros zu vermitteln versucht habe, füllen kann
– Netzwerkbildung: im Grunde gab es hier nur eine nennenswerte Änderung, aber die hat es gerade für alle, die sich branchentechnisch nach interessanten Followings umsehen, in sich – die Listen von talkabout communications für twitternde PRler, Journalisten und Medien sind direkt verlinkt und zeigen auf, wie vielfältig Twitter eingesetzt wird
– Sonstiges: die Folie „Twitter ist, was ihr draus macht!“ (p. 82) soll eine kleine Remineszenz an die Diskussionen über Sinn und Unsinn des Services sowie die Medienkompetenzdebatten sein und auch so verstanden werden

Mit Blick auf meine Zuhörerschaft kann ich sagen, dass mir sehr aufgeschlossene und vor allem dem Tool gegenüber neugierige Studenten gegenübersaßen, die (auch zu meiner Überraschung) sehr früh nach Anwendungsfeldern und Mechanismen gefragt haben, die ich so noch gar nicht abzudecken eingeplant hatte, wie z.B. den Einsatz von Twitter für mittelständische Unternehmen, wie die Spread- und Distributionswege von Tweets funktionieren oder auch welcher Netzwerkaufbau für Studenten mit welchen Risiken verbunden ist.

Hier greift einmal mehr die Partymetapher: wer neu dabei ist, sollte immer erst einmal zuhören und sich mit der Umgebung und den Leuten vertraut machen, ehe er loskrakehlt und ohne Punkt und Komma plappert. Wer diese Geduld mit- und sich selbst in Diskussionen und Dialoge einbringen kann, hat – salopp gesagt – die halbe Miete sicher.

Solltet ihr Anregungen, Anmerkungen oder sonstiges Feedback jeglicher Art für mich haben, würde ich mich über den Austausch mit euch sehr freuen, da nicht nur ich, sondern in der Folge auch meine jüngeren Kommilitonen davon profitieren.

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