McDonald’s-Werbung 2010: Gleiches Skript, neue Gesichter

Wir befinden uns Anfang der 1990er, genauer gesagt kurz vor den Olympischen Sommerspielen 1992 in Barcelona. Den ersten Spielen, die für professionelle Athleten geöffnet wurden, da IOC-Chef Antonio Samaranch die Tragweite für das Ereignis – und das Marketing der Olympiade – begriff.

Ein Kniff, der es nun auch den Sponsoringpartnern ermöglichte großzügig finanzierte und produzierte Werbeclips für das kommende Sportevent zu bringen. So wie McDonald’s, die sich die Basketball-Legenden Michael Jordan und Larry Bird als Anführer des einzig wahren „Dream Team“ schnappten und beim Duell ums Mittagessen in Szene setzten.

18 Jahre später greift das goldene M sein Konzept von damals wieder auf. Der Anlass: die Basketball-Weltmeisterschaft in Istanbul (28.08. – 12.09.), die den Titelträger sicher zu den Olympischen Spielen nach London 2012 bringen wird – on air ging der Spot übrigens schon im Februar während des SuperBowls. Die Gesichter: Der seit Jahren als „Next MJ“ gehandelte LeBron James und „Superman“ Dwight Howard. Das Skript: so gut wie identisch. Die Tüte Fritten und Burger als Einsatz für eine wahre Dunking-Orgie der Kreativität.

Die Idee ist somit natürlich nicht neu, ja regelrecht aufgewärmt, aber dennoch nett anzusehen, da sie all die Fans anspricht, die Bird und Jordan noch erlebt haben und das Original kennen. Darüber hinaus wird aber auch eine komplett neue Generation von Basketballfans erreicht, die sich mit den aktuellen Granden James und Howard identifizieren kann. Dass die jungen Fans einen Larry Bird nicht kennen, greift man mit dem Schluss ebenso nett auf, wie es auch eine Reminiszenz an die Vorlage darstellt.

Der wahre Kern des Spots als Spiegel des veränderten Spiels findet sich jedoch in der Art und Weise, wie sich die Kontrahenten jeweils miteinander messen. So beschränkt Bird sein Duell auf Würfe, denn Dunkings, während Howard es umgedreht handhabt, denn war es Anfang der 1990er noch der Aspekt des technisch versierten Wurfes, bildet heute das zum Gros aus Athletik bestehende Hochglanz-Spiel der Akteure das Bild dieses Clips, als auch der ganzen Sportart an sich.

Als Basketballpurist muss ich das natürlich nicht gut finden, aber es bringt zumindest einen ansehnlichen Werbespot hervor.

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