Fundstücke vom 03.11.2010

Du hättest Oberstaufen sein können
Das Brimborium, das um das Sommerloch-Thema Google Street View gemacht wurde, war an manchen Tagen nur schwerlich zu ertragen. Berechtigte, zumindest aber ernst zu nehmende und nicht gleich als lächerlich abzuwertende Bedenken standen hysterischer Angst gegenüber, gerne und immer wieder von den Medien angefacht. Und während die meisten Kommunen, Städte und Co. sich dem Kameraauto verweigerten, erkannte man in Oberstaufen eine große Chance. Und so kam es, dass Oberstaufen zu Beginn der Woche die erste Stadt wurde, die man in GSV virtuell durchschreiten kann. Ein großartiger, von so gut wie allen Medien beachteter Coup des Stadtmarketings, den Thomas Knüwer in seiner Famosität beschreibt.

Tags: Google, Street View, Oberstaufen, Stadtmarketing, Coup

Was ist eigentlich Erfolg in Social Media?
Mirko Lange hat sich einmal mehr seine Gedanken zu Social Media in der Kommunikation von Unternehmen und ihrer Bedeutung für das tatsächliche Erreichen von Zielen gemacht. In Kombination mit der noch recht jungen, die Wandlung des Content-Verständnisses und die 7-Cs-Methode inkludierenden Präsentation hat er schon ein paar erste Ansätze für eine Antwort aufgelegt, die in den Kommentaren bereits auf pragmatischer wie philosophischer Ebene diskutiert werden. Interessant ist es allemal

Tags: Social Media, Kommunikation, Unternehmen, Erfolg, Erfolgsmessung, Zielvorgaben

Best Practices for Crisis Communications over Social Media
David Spark von Spark Media Solutions hat 15 Do’s & Don’ts in Sachen Krisenkommunikation via Social Media aufgestellt. Als Liste für den „Hausgebrauch“ sind diese mehr als geeignet.

Tags: Krisenkommunikation, Krisen-PR, Social Media

A great quick appropriate response to blogger outrage
Innerhalb seiner Do’s & Don’ts hat Spark darüber hinaus auf einen wirklich interessanten Case verwiesen, den er tags zuvor aufgearbeitet hat. Auf der einen Seite eine aufgebrachte Mutter, die in einem sehr emotionalen Blogpost die Sicherheitskontrolleure eines Flughafens attackierte, da diese ihr ihren 16 Monate alten Sohn weggenommen haben sollen, als sie sich weigerte ihren Anweisungen zu folgen. Auf der anderen Seite die im Artikel mit TSA betitelte Abteilung/Organisation, die sich um die Flughafensicherheit kümmert.

Nachdem die Mutter über ihre Erlebnisse bloggte brach ein Sturm der Entrüstung und Wut über die TSA herein, die allerdings mehr als souverän reagierte und umgehend das Videomaterial der Überwachungskameras online stellte. Zu sehen: eine aufgebrachte Mutter, die sich nicht an die Anweisungen der TSA hält, allerdings auch keinerlei Versuch der Beamten ihren Sohn auch nur anzufassen. Schlagartig drehte sich der Wind (Ton), der nun wiederum die Bloggerin mehr als heftig traf.

Für Spark ein mahnendes Beispiel dafür, dass sich das Blatt in einem vermeintlichen David gegen Goliath-Duell sehr schnell wenden kann. Jeder, der mit einem derart kritischen Anliegen in die Öffentlichkeit tritt und sich dabei auf seine rein subjektive Wahrnehmung verlässt, sollte sich Spark zufolge darüber klar sein, dass man sich selbst ebenfalls einem gewissen Risiko aussetzt, sollte das eigene Boot zu sinken anfangen.

Tags: Krisenkommunikation, Blogger, Sicherheit, Case

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