Das Ziel: 10 Kilometer

Es gibt Momente im Leben, da merkt man sehr deutlich, dass etwas fehlt, um einen Ausgleich zum Alltag schaffen zu können. Eine neue Herausforderung. Eine attraktive Aufgabe. Ein Ziel. Derlei Gedanken sind mir in der letzten Zeit immer wieder durch den Kopf geschwirrt. Beruflich bin ich gut eingespannt und kann mich nicht beschweren, aber nach bzw. neben der Arbeit ist zuletzt immer wieder ein kleines Loch aufgetaucht, dass mir den restlichen Tag dann doch versaut hat. Wenn man nichts Großartiges mit sich anzufangen weiß und man nur noch zwischen Arbeit und Schlafen hin- und herswitcht, dann passt etwas nicht so ganz zusammen.

Freitag habe ich – nach einem aus persönlicher Sicht miesen Tag – bei starkem Regen aus purer Lust und Laune wieder mit dem Laufen angefangen. Und es tat gut. So unglaublich gut. Das war es also, was mir die letzten Wochen und Monate gefehlt hatte, selbst wenn ich auf der Suche nach meiner Pace immer wieder Gehpausen eingestreut habe. Von Endorphinen gepackt habe ich meinen kleinen Erfolg knappe 3,5 Kilometer der neuen Hausstrecke in 25:31min beendet zu haben gleich in einen Tweet gepackt, was nicht unbemerkt blieb. Der gute Viktor Deleski hat gleich gefragt, ob ich nicht Lust hätte in vier Wochen in seinem Team beim Münchner Stadtlauf mitzulaufen. Die Distanz: zehn Kilometer. Und da war sie auf einmal, meine neue Herausforderung. Ich musste sie nicht suchen, sie fand mich. Und ich will sie annehmen!

Ob es realistisch ist in vier Wochen quasi aus dem Stand vom Ex-Athleten zu einem 10km-Läufer zu werden? Unter dem Vorbehalt, dass die Zeit für das Finishing egal ist, sage ich: ja, das geht. In der kommenden Woche werde ich mich auf die 3,5 Kilometer einschießen, die Woche darauf wird es die doppelte und darauf dann die dreifache Runde geben. Es werden Indikatoren sein, mit welcher Zeit ich beim Lauf zu rechnen habe – oder ob ich irgendwo auf halber Strecke einfach tot zusammenbrechen werde. Aber es braucht meiner Meinung nach einfach diese Herausforderungen im Leben, die einem zwischenzeitlich ein Ziel geben, auf das man hinarbeiten kann, ohne sich nur über das Erreichte zu identifizieren. In diesem Fall wird der Weg das Ziel sein, um mir selbst auch wieder zu beweisen, dass ich mehr kann als spitzfindig bis altklug über Digitales zu fabulieren und den ganzen Tag auf einem Bürostuhl zu kleben …

By the way: ja, dieses offene Statement zur angestrebten Teilnahme soll mich auch ein klein wenig unter Druck setzen, indem ihr mich immer wieder ans Laufen erinnert und meine Zeiten checken könnt😉

Nachtrag: Yippieyayeah! Der Lauf ging mit 63minpaargeschlagene über die Bühne. Ich bin happy.

3 Kommentare

  1. Tolle Idee, drücke dir die Daumen, dass du deine persönlichen Ziele erreichst!🙂

    1. Ich würde mich schon über Überleben freuen😉

  2. Ich drücke Dir die Daumen! Ich habe vor 2 Wochen auch wieder mit dem Laufen angefangen und habe inzwischen einen fast 10 km-Lauf geschafft, allerdings bei optimalen Bedingungen. Aber in 4 Wochen ist das machbar. Und wenn es in München nicht sofort klappt, dann ebe beim nächsten Mal🙂

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