Was für die Zocker unter euch – Spielejournalist.de ist zurück

Als ich im Herbst 2006 mit dem Studium des Online-Journalismus anfing hatte ich sehr vage erste Erfahrungen mit dem Bloggen gesammelt. Hier und da ein bisschen was ausprobiert und die damals gängigen Systeme getestet und das Schreiben in „dieses Internet“ am eigenen Leibe erfahren. Im Januar 2007 wurden wir schließlich von unseren Professoren gemeinschaftlich als Jahrgang aufgefordert alle ein Blog anzulegen. Freie Wahl bei Thema, Anbieter, Design, Inhalt … Hauptsache, wir lernten das Bloggen kennen und verstehen. Innerhalb von 30 Minuten schossen damals als knapp 40 Blogs wie Pilze aus dem Boden – und verschwanden ebenso schnell fast wieder. Mit Ausnahme einiger Weniger (es waren drei oder vier, wenn ich mich richtig erinnere) verwaisten die Dependancen der Kommilitonen innerhalb kürzester Zeit wieder. Bloggen hatte trotz der damaligen ersten Hochphase noch nicht jeden erreicht. Sich dem Ganzen entziehen klappte aber trotzdem nicht.

Zum Glück, möchte ich sagen. Denn wie sonst wäre mein geschätzter Kommilitone und Freund Jan Walenda für seine Diplomarbeit auf die Idee gekommen seine Abschlussprojekt als Online-Dossier mit Blog-Charakter aufzuziehen und ganz und gar seiner Leidenschaft Videospieljournalismus zu widmen? Wir haben uns diverse Stunden mit der Konzeption und Feinabstimmung um die Ohren geschlagen, doch es sollte sich lohnen. Sein Spielejournalist war für die Zeit der Diplomphase ein facettenreiches Sammelsurium an multi- und crossmedialen Inhalten, das alle Bedürfnisse abdeckte. Text, Interview, Testbericht, Video, Podcast, Bild … Jede Stilform war gut durchdacht vertreten.

Doch dann passierte das, was vielen guten Diplomprojekten passiert. Mit dem Ende der Diplomphase fehlt die Zeit und vollständige Konzentration, um sich einem guten Ansatz vollständig zuwenden zu können. So lag Jans Blog mehrere Monate brach und ich ihm in den Ohren, dass es so nicht enden sollte. Dafür hatte die Basis zu viel Potential.

Umso mehr freut es mich, dass der Gute den Ball nun wieder aufgenommen hat und Spielejournalist.de neues Leben eingehaucht hat. Persönlicher, mehr Meinung, nach wie vor hoher Unterhaltungsfaktor, vor allem aber bloggiger. Das werden die Zutaten sein, mit denen Jan sich wieder präsentieren wird. Vieles ist erst einmal wieder in den Beta-Status zurückgefahren worden, um den richtigen Groove zu finden, aber das macht absolut nichts aus. Ich freue mich sehr darüber, dass ich Jan wieder unter den Bloggern begrüßen und euch ans Herz legen darf, wenn ihr auch nur im Entferntesten an Videospielen und der Frage, ob Games Kulturgut sind oder nicht, interessiert seid!

Welcome back, Jan!🙂

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