Antworten auf „Wer wie was? Wieso weshalb warum? – Eine kleine Einführung ins Bloggen“

Es dauert nicht mehr lang, dann darf die liebe Monika eine Einführung ins Bloggen geben. Das wieso und eine Menge Fragen dazu hat sie in ihrem Blog bereits aufgeführt. Da sie aber auch um Antworten bat und ich es so passend finde, dass sich das mit meiner Themenwoche „Blogging“ verbinden lässt, mache ich aus meinen Antworten einfach einen eigenen Blogpost, den sie dankenswerter Weise auch durchgehen lässt. Danke, mons!🙂 Nun heißt es also Ärmel hochkrempeln und die Basics erklären …

>>Was ist das denn eigentlich, ein Blog, und was macht man denn da, wenn man das tut, bloggen?<<

Ganz einfach gesagt: Bloggen bedeutet „ins Web schreiben“. Das kann man zwar auch mit anderen Diensten und Social Networks wie Facebook, Google+, Twitter und wie sie alle heißen, aber ein Blog, das ist etwas ganz Besonderes und für mich auch der Inbegriff dessen. Man stelle es sich wie ein digitales Tage- oder auch Notizbuch vor, in das man seine Überlegungen, Gedanken und Meinungen einfliessen lässt. Das Schöne am Bloggen ist jedoch: es liegt ganz in deiner Hand, welche Themen du dabei behandelst und worüber du schreibst. Persönliche, themenorientierte wie auch fachliche Blogs reichen sich in der Blogosphäre, so nennt man das weite Universum aller Blogs im Allgemeinen und Ganzen, die Klinke in die Hand. Es gibt Blogs, die von Privatpersonen betrieben werden, um Privates zu behandeln. Es gibt Blogs, die von Privatpersonen betrieben werden, um ihrem Hobby oder auch einer Leidenschaft zu frönen und darüber zu berichten. Es gibt Themenblogs, die sich Film, Sport, Politik, Wirtschaft, Stricken, Kochen, Segeln, Schlangenzucht, Eisenbahnen, Fotografie, Katzen und so allem anderen, was es auf der Welt gibt, zuwenden, die von begeisterten Menschen als Ein-Mann-Projekt oder auch im Team betreut werden. Und dann gibt es natürlich auch noch Unternehmensblogs, die von Firmen oder auch Marken betrieben werden, um ihre Ansichten und Statements in einem von ihnen kontrollierten Medium unterbringen zu können.

Denn genau genommen ist auch das ein ganz wichtiger Teil, wenn nicht sogar der wichtigste des Bloggens: >>Ich<>meine<< persönlichen und subjektiven (!) Meinungen und Ansichten nieder, die keine Redigaturprozesse oder Gatekeeper überwinden müssen. Wer auf "Publizieren" gedrückt hat, der hat veröffentlicht. Keine Gegenkontrolle. Niemand, der dir noch im Schreibprozess reinruft "Das kannst du nicht machen!". Allerdings sollte auch klar sein: man steht für das eigens publizierte Wort auch in der Verantwortung. Wenn ich es mit einem Blogpost verbocke, dann muss ich auch dafür gerade stehen.

Aus rein technischer Sicht bzw. qua definition sind Blogs also Medien, die von ihren Autoren bestimmt und geführt werden, was die inhaltliche Ausrichtung betrifft. Weitergehend sind Blogs so genannte achronologische Medien. Sprich: der neueste Eintrag steht oben, statt unten. Man setzt also immer einen neuen Artikel "drauf", statt ihn, ähnlich einem Buch, an das vorherige Kapitel "dranzuhängen".

Ob es nun "der" oder "das" Blog heißt wird wohl auf ewig eine Streitfrage bleiben. Wohl den Englischsprachigen, die einfach nur "the" sagen müssen …

>>Wie regelmäßig ist regelmäßig und welche Rolle spielt die Frequenz?<<

Diese Frage haben wir auch bei der letzten Montagsrunde diskutiert, als wir uns dem Blogging zuwandten. Die einfache Antwort: es gibt kein richtig oder falsch. Wenn man als Autor das Gefühl hat, etwas zu sagen zu haben, dann schreibt man. Wenn nicht, dann ist das auch okay. Es gibt wirklich gute Blogs, die publizieren pro Monat vielleicht nur zwei Artikel, manchmal auch ein paar Wochen am Stück nichts. Das macht sie trotzdem nicht schlechter, nur weil „weniger“ drin steht. Die Qualität und Aussage eines Beitrags ist entscheidend, um zu sagen das ist „gut“ (wobei man auch über diese Definition streiten kann). Auf der anderen Seite gibt es auch Blogs, die durch ihre thematische Ausrichtung mehrmals täglich Beiträge posten, um Entwicklungen zu begleiten. Ein Beispiel dafür sind Film- oder Sportblogs, die permanenten Input kriegen, um diesen in Output zu verwandeln.

Schlussendlich ist es auch eine Ressourcenfrage. Ja, das Thema greift auch bei kleinen, privaten Bloggern. Wenn ich keine Zeit zum Bloggen habe, dann habe ich keine Zeit. Das ist zwar ärgerlich, wenn man gerade eine gute Idee für einen Beitrag hat, aber dein Leben wird in den allerallerallerseltensten Fällen davon abhängen diesen Blogpost geschrieben zu haben. Wenn die Idee am nächsten Tag noch da und die Zeit verfügbar ist, kann man den Artikel immer noch schreiben.

>>Macht es einen Unterschied, ob ich alleine schreibe oder als Gruppe?<<

Kommt darauf an. Worauf? Darauf, worum es im Blog geht. Ich persönlich bin an diversen Blogprojekten als Autor und Organisator beteiligt, in denen wir als Team mit drei bis fünf Leuten schreiben. Wenn es eine thematische Ausrichtung gibt, die offen genug ist, um mehrere Köpfe und Meinungen als Autorenschaft einbauen zu können, dann ist das ganz wunderbar. Zum einen, weil man eine unglaubliche Abwechslung und tollen Variantenreichtum reinbekommt, der es dem Leser leichter macht verschiedene Ansichten an einer Anlaufstelle mitzunehmen (ähnlich einer Zeitung oder einem Magazin, das ja auch von mehreren Redakteuren befüllt wird). Zum anderen, weil das Wissen, dass mehrere Leute Artikel liefern können und das auch tun den Druck rausnimmt sich permanent zu sagen „Zu Hülf! Ich habe noch gar nichts gebloggt heute!“. Wenn man dann reinschaut und sieht, dass die anderen schon aktiv waren, kann man den Stresspegel ruhig wieder runterschrauben und sich – wie eben schon erwähnt – dem Schreiben widmen, wenn die Zeit dafür da ist. Easy peasy, alles.

Wenn ich jedoch ein Blog mit ganz persönlichem Touch führe, das meine Gedanken wiederspiegeln soll und auch mich als Person (!) zum Zentrum macht, dann wäre es etwas seltsam, wenn plötzlich vier weitere Autoren als „ich“ schrieben, nicht wahr? Auch hier gilt: Möchte ich mit dem Blogging meiner Person und meinen Gedanken oder aber der weit gefächerten Auseinandersetzung mit einem Thema Platz verschaffen?

Meine Erfahrung: Es hilft sowohl als Einzelperson ganz allein mit einem kleinen Blogprojekt erste Erfahrungen zu sammeln, wie auch in der Gruppe, die sich ein gemeinsames Thema sucht und erste Schritte wagt. Wichtig ist nur, aus eigener Überzeugung zu bloggen, um mehr und mehr in die Blogosphäre vordringen zu wollen und herauszukriegen, was am Bloggen so toll ist.

>> Die Rolle der Technik<<<

Die Technik sollte beim Bloggen zwar eine untergeordnete Rolle spielen, da es immer noch um die Inhalte geht, sollte aber auch nicht komplett ignoriert werden. Anbieter wie WordPress, Blogspot aus dem Hause Google, aber auch Posterous und Tumblr machen es möglich recht schnell und auch ansehnlich daherkommende Blogs in Minutenschnelle aufzusetzen. Die einen bieten mehr Optionen zur optischen Anpassung an, die anderen weniger. Das geht vom selbstgehosteten Blog auf eigenem Webspace und Server inklusive der Möglichkeit sich mit Programmierkenntnissen ganz eigene, einzigartige Blogs und Designs zusammenzusetzen bis hin zu den fremdgehosteten Angeboten, die eine Vielzahl an Themes als Designvorlage zur Verfügung stellen, um diese mit ein paar kleinen Anpassungen gemäß den eigenen Vorstellungen aufzuhübschen.

Mein Blog ist, wie man an der wordpress.com-Endung erkennen kann, zum Beispiel fremdgehostet und liegt auf den Servern von WordPress. Warum? Weil ich mir beim Anlegen damals nicht viel Arbeit machen wollte, um mich mit meinen überschaubaren Programmierkenntnissen eben nicht durch Designs und Co. wühlen zu müssen. Das Komplett-Sorglos-Paket erfüllt seinen Zweck voll und ganz. Allerdings hat das Fremdhosten auch das (überschaubare) Risiko, dass mit einem Absturz der WP-Server meine Daten, Beiträge, Uploads usw. verloren gehen könnten, wenn es ganz mies läuft. Noch dazu bin ich mit meinem Blog sozusagen „Gast“ auf den WP-Servern. Wenn ich also gegen die Hausordnung verstossen sollte, dann hat WP die Handhabe mir komplett den Saft abzudrehen.

Eigens gehostete Blogs liegen komplett in deiner Hand. Du hast die Befehlsgewalt darüber und keiner kann dir großartig reinreden, da es dein Haus ist, in dem du dich befindest, um beim Bild des Gastes und Hausbesitzers zu bleiben. Oder noch besser: Fremdhoster sind Mieter. Selbsthoster haben ihr Eigenheim.

>>Warum tue ich das überhaupt? Und das immer wieder? (plus wie viel „Bewerbung“ braucht ein Blog, wie viel verträgt’s?)<<

Mein Grundsatz fürs Bloggen: Es muss mir Spaß machen. Alles andere ergibt sich von allein. Ehrlich. Ich habe mein erstes Blog 2004 gestartet. Da hatte ich noch keine Ahnung, dass sich das, was ich tue, Bloggen nennt. Es war das Niederschreiben von Gedanken (ins Netz), was ich einfach mal ausprobieren wollte. Das ging eine Zeit lang gut, dann habe ich wieder aufgehört, weil mir das Interesse daran verloren ging, da es mir an einem Thema und Ziel fehlte. Ich war nur neugierig und nach dem Austesten war diese Neugier gestillt. Das hielt bist Anfang 2007, als ich durch mein Studium wieder zum Bloggen kam. Unsere Profs gaben uns als angehende Online-Journalisten mit auf den Weg, dass wir die Medien, mit denen wir künftig konfrontiert seien, kennen müssten, um sie zu verstehen. Das leuchtete ein und so begann ich wieder zu Schreiben. Über mein Studium, etwas Sport, meinen Studienort, Ausflüge, Urlaube … es war ein privates Blog mit einem bunten Sammelsurium an Themen, das mir Spaß bereitet. Gute vier Jahre habe ich da gebloggt und über 1.300 Beiträge in dieser Zeit fabriziert.

Dann wechselte ich, ebenfalls durch mein Studium und meinen Prof., Thomas Pleil, motiviert, das Themenfeld und wandte mich mit diesem Blog der Online-Kommunikation zu. Wieder aus Spaß. Wieder, weil ich es spannend fand. Und die Freude daran ist seit dem August 2010 immer noch nicht verflogen. Ich habe einfach angefangen und schreibe, wenn ich gut drauf bin und die Zeit dafür habe. Mit der Zeit kam aber noch eine neue Komponente hinzu: Bewusstsein bzw. Verständnis schaffen. War mein privates Blog noch eine willkommene Möglichkeite um meine Eltern und Verwandten auf dem Laufenden zu halten (ich bin kein großartiger Telefonierer, der regelmäßig an der Strippe hängt. War ich nie), hatte ich mit Fortschreiten des Studiums immer mehr Gefallen daran gefunden Informationen und Wissen zu teilen. Also fing ich in Anlehnung an die täglichen Linktipps von Thomas meine Fundstücke zusammenzutragen und zu verbloggen. Der nette Nebeneffekt: ich teilte sowohl Wissen und Information als dass ich mir auch mein eigenes kleines Archiv mit wertvollen Links zusammenstellte. Noch heute gucke ich bei Recherchen für Vorträge oder Case Studies erst einmal in mein eigenes Archiv, ob sich nicht da bereits alles finden lässt, was ich brauche. Wenn ich es damals gut fand, dann finde ich es heute sicherlich auch noch ganz brauchbar😉 (was auch so zutrifft, wie ich beim Durchstöbern des Archivs auf Grund einer fehlerhaften, händischen Formatierung der Tags nun für die Monate ab Juni 2011 noch machen darf)

Ein Ergebnis meiner Motivation Wissen zu teilen und ab und an auch eigene Gedanken, Präsentationen und Vorträge zu Beiträgen zu verarbeiten, haben mir in der Folge geholfen an meiner Reputation zu feilen. Für viele bin ich eine zuverlässige Quelle für interessante Beiträge geworden, die sie sich bei mir abholen können, wenn sie danach suchen. Und da ich auf der Suche nach guten Fundstücken auch eine Menge Beiträge durchforste und konsumiere, um die besten für den jeweiligen Tag rauszufischen, habe ich mir auch unheimlich viel spezifisches Wissen angelesen bzw. durch praktische Erfahrungen angeeignet. Auch das hilft wieder meiner Reputation, da man quasi durch den Spaß an der Arbeit dazulernt und sich eine gewisse Expertise erwerben kann, die im Austausch und Gespräch mit anderen auch als solche anerkannt und verstanden wird. Mit der Zeit wird man aus dem Lesenden und Suchenden auch durch das angesammelte Wissen „mutig“ genug in anderen Blogs zu kommentieren und seine Meinungen zu vertreten. So werden andere wieder auf einen aufmerksam, schauen vorbei, was man macht und finden vielleicht sogar so viel gefallen daran, dass sie dich weiterempfehlen. Und schon ist dein Ruf wieder ein bisschen besser geworden und wird weitergetragen. Einfach gesprochen: Je mehr ich aus eigenem Interesse Rezepte lese, ausprobiere und nachkoche, umso besser werde ich als Koch. Dann koche ich irgendwann meinen Freunden einfache DInge vor, steigere mich und am Ende sitzen zehn Leute zum gemeinsamen Abendessen an meinem Tisch und loben meine Fähigkeiten als Koch für die leckeren Gerichte. So simpel ist das.

Was der eigenen Motivation ebenfalls sehr zuträglich ist: Kommentare auf eigene Artikel. Kommentare sind das Salz in der Suppe. Wer nicht gerade ganz allein für sich und nur für sich schreibt und die Kommentarfunktion abgestell hat, der wird irgendwann Feedback auf seine Zeilen bekommen. Und ab da wird es richtig interessant. Schließlich schreibt man seine Gedanken nieder, um sie mit anderen teilen und diskutieren zu können. Je länger man unterwegs ist und sich mit seiner Schreibe, seinem Stil und seinen Themen einen Namen gemacht hat, umso öfter entspinnen sich Diskussionen unter den Artikeln. Mal lang, mal kurz, mal ein schnelles „Danke für den Linktipp“. Alles ist denkbar, positiv wie negativ. Wer sich aber einmal erfolgreich und für beide Seiten angenehm und hilfreich mit einem Kommentator ausgetauscht hat und erfahren konnte, dass die eigene Arbeit und Zeit, die man ins Bloggen investiert gewürdigt und geschätzt wird, der will mehr davon😉

Wie viel Werbung ein Blog verträgt, muss jeder für sich entscheiden. Professionelle Blogs leben davon gefunden zu werden, um so wieder Interesse und Aufmerksamkeit zu generieren, um noch interessanter zu und findens- wie auch besuchenswert zu werden. Hier ist oft so ziemlich jede Form von (Be-)Werbung recht. Für Anfänger, die sich erstmalig mit dem Thema Bloggen befassen empfehle ich eine vernünftige Verknüpfung des Blogs mit den bestehenden Online-Profilen, sofern vorhanden. Die meisten Profile bieten die Möglichkeit eine URL anzugeben, die verlinkt werden soll. Wenn man nicht viel Besseres parat hält, dann kann und sollte der Link gut und gerne zum betrieben Blog führen. Und wenn man der Ansicht ist, dass man einen guten Beitrag fabriziert hat, dem etwas Aufmerksamkeit nicht schaden kann, dann ist es auch okay den Blogpost über Twitter, Facebook und Konsorten anzuteasern und zu sagen „Hey! Hier gibt’s was Neues!“. Das ist absolut okay und wird auch akzeptiert, solange man es nicht übertreibt, ehe man jeden kleinen Pups-Post als die Top-Neuigkeit bewirbt.

Mit der Zeit entwickelt man ein gutes Gespür dafür, welche Posts ein wenig Extra-Werbung vertragen und diese dann auch als dankbarer Hinweis verstanden wird.

>>Was bedeuten denn solch ominöse Begriffe wie …<<

RSS? – Ist das Kürzel für Really Simple Syndication und meint eine der tollsten, aber leider auch missverstandensten Techniken des Internet. Blogs wie dieses erstellen mit jedem publizierten Beitrag ein kleines Informationspaket, dass über einen sog. Feed in einem Feedreader kostenlos und unverbindlich abonniert werden kann, um einen Artikel zu lesen, ohne direkt im Blog vorbeisehen zu müssen. Stellt es euch als Abo eures Lieblingsautoren vor, der es euch ermöglicht eine eigene Zeitung voller Blog-Autoren zusammenzubasteln. Ihr schlagt also eure Zeitung „News Reader“ auf findet alles, was ihr von euren Favoriten lesen wollt. Das klingt zwar alles furchtbar technisch, ist aber, wenn man es mal erlebt hat, ein Service, den man kaum noch missen mag. Vor allem dann, wenn man eine Vielzahl an Blogs verfolgt und nicht die Zeit findet jeden Tag jede Seite direkt anzusteuern. Ein Feed Reader listet alle neuen Beiträge übersichtlich auf und macht es verdammt einfach diese dann auch zu konsumieren.

Trackback? – Was ein Trackback ist, könnt ihr ganz einfach am oben gesetzten Link zu Monikas „Einführung ins Bloggen“-Beitrag nachverfolgen. Ich habe diesen Link gesetzt und mein Blogsystem, also WordPress, sendet im Moment der Publikation dieses Beitrags automatisch eine Duftmarke in die Kommentare unter Monikas Post. So sieht Monika und alle anderen Leser ihres Beitrags später, dass ich diesen Beitrag an anderer Stelle verlinkt habe und auf ihre Zeilen Bezug nehme.

Pingback? – Der Pingback ist das Gegenstück zum Trackback. Während dieser automatisch vom System ausgeht, ist der Pingback das Werkzeug der Blogautoren, um eine Benachrichtigung über die Verlinkung ihrer Beiträge anzufordern. Im Grunde sorgen beide Tools aber für den gleichen Effekt: Das Verknüpfen von Blogs und ihren Beiträgen untereinander.

TagCloud? – Die TagCloud ist eine optische Orientierung über die gesetzten Tags, also Schlagworte, innerhalb eines Blogs. Je größer ein Begriff in diesen „Wortwolken“ ist, umso stärker wird er innerhalb des Blogs verwendet.

Kategorien vs. Tagging? – Ob es ein Gegeneinander oder Miteinander von Kategorien und Tags geben sollte, muss man für sich entscheiden. In meinem Fall nutze ich Kategorien als erste Orientierung, um Zuordnungen bezüglich meiner Beiträge zu ermöglichen (bspw. „In eigener Sache“, die alle persönlichen Artikel umfasst), während mir Tags als Stich- bzw. Schlagwortverzeichnis dienen, um in die Tiefe gehen zu können. Beides ist hilfreich, bedarf einer gewissen Pflege, um später auch für neue Leser, die im Archiv oder themenspezifisch unterwegs sind, den Weg weisen zu können. Und das ist auch wieder mit Aufwand verbunden. Ebenfalls ganz hilfreich: sich Gedanken machen, welche Kategorien man so führen möchte. Manche entstehen mit der Zeit und wachsen, andere sind als Grundausstattung schon von Beginn an wichtig, da sie Orientierung liefern sollen.

Blogparade/Blogcarnival?
– Eine Blogparade oder auch Blogcarnival sind themenspezifische Aufrufe einzelner Blogger, sich gemeinsam in eigenen Artikel einem Thema zu widmen. Ich erkläre es euch am Beispiel in der Erklärung der Blogroll.

Blogroll? – Die Blogroll war und ist meiner Meinung nach immer noch eine der wichtigsten Errungenschaften der Blogosphäre. Auch bei mir findet ihr sie rechts in der Sidebar. Sie ist eine Auflistung aller lesenswerten und geschätzten Blogs, die man gerne und öffentlich weiterempfiehlt und ebenso auch eine Aufwartung gegenüber den Bloggingleistungen der anderen „Ins Netz“-Schreiber🙂 Die Bedeutung der Blogroll hat Tim Krischak zum Beispiel Anfang des Jahres in einer Blogparade hervorheben wollen, als er seine Leser und bloggenden Bekannten darum bat sich in einem Beitrag zur Rettung der Blogroll zu äußern. Die Aktion war ein großer Erfolg und Heidenspaß, da man am Ende eine Vielzahl unterschiedlichster Beiträge zu ein und dem selben Thema beisammen hatte, die gesammeltes Wissen und Know-How darstellten.

>>Welche interessanten Blogs gibt es denn so und wie finde ich die für mich interessanten?<<

Als es noch keine so ausgefeilten Blog-Suchmaschinen wie etwa Google Blogsearch, icerocket und Co. gab, ja, da war die Blogroll noch ein sehr hilfreicher Wegweiser durch die Blogosphäre. Heute finden sich wie gesagt mit Suchmaschinen sehr schnell die passenden Blogs, sofern man weiß, was denn eigentlich interessiert. Wer sich vor der Suche darüber im Klaren ist, der hat schon einmal einen ordentlichen Vorteil😉 Über die per Suchanfrage gefundenen Blogs kommt man, sofern diese eine Blogroll führen, oftmals sehr fix zu weiteren interessanten Blogs.

So, das dürften die von ihr gestellten Fragen gewesen sein. Monika, falls ich noch etwas vergessen habe, lass es mich wissen. Dann liefere ich in den Kommentaren noch nach😉

7 Kommentare

  1. Wow! Wow! Wow! … ich hatte ja vor mich während meines Vortrages an meinem eigenen Blog-Post entlangzuhangeln. Hehe, … aber ich habe jetzt noch was VIEL besseres hier gefunden!🙂 You not only made my day but also my „Vortrag“🙂🙂 . Mein Dank wird Dich verfolgen… bis in die tiefste (Blogo)Späre….

  2. … und ich spendiere der Sphäre noch ein „h“ hinterher.

  3. mons7 hat so einen schönen Vortrag gehalten heute morgen — eigentlich war es mehr ein intimes Gespräch über das Bloggen. Dein Artikel ist nun wie eine Verlängerung dieses Erlebnisses, wie Filmrezension lesen nachdem man einen schönen Film gesehen hat. Danke dafür!

  4. „In meinem Fall nutze ich Kategorien als erste Orientierung, um Zuordnungen bezüglich meiner Beiträge zu ermöglichen (bspw. „In eigener Sache“, die alle persönlichen Artikel umfasst), während mir Kategorien als Stich- bzw. Schlagwortverzeichnis dienen, um in die Tiefe gehen zu können“ – das soll doch „Tag“ beim zweiten Halbsatz heißen, oder?

    1. Ha, in der Tat. Sehr aufmerksam. Danke für den Hinweis🙂

  5. […] meine Beiträge zum Agenturgipfel sowie der großen Frage-/Antwort-Runde rund um die Einführung ins Thema Blogging für Monika schon kennt, der wird viel Bekanntes wiederfinden bzw. kaum Neues entdecken. Aber das soll auch […]

  6. […] und was die Nutzen sind, darüber wurde in der Vergangenheit schon häufig geschrieben. Hier hat Daniel Rehn einen sehr schönen Überblick geliefert, wie man einen Blog am besten startet und PR im Wandel hat geht hier noch einmal speziell auf […]

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