Loslassen können: Reihe Sieben no more

Anfang Juli war ich euphorisch. Aber sowas von. Ich war selten von einem Projekt so begeistert, wie von der Führung von Reihe Sieben. Nun, gute sechs Monate später, verkünde ich kurz und knapp: Ich habe mich zum 31.12. offiziell von Reihe Sieben verabschiedet.

Es war eine ganz wunderbare Zeit, die ich mit dem Projekt hatte und reinstecken konnte. Nicht nur, weil ich mit Filiz eine ganz vorzügliche Chefredakteurin und Freundin an meiner Seite hatte, die sogar noch begeisterter und emsiger mitwirkte, sondern auch, weil es eine neue Bühne war, auf der ich mich ausprobieren konnte. Es war ein weiteres Hobby, dem ich noch mehr Aufmerksamkeit schenken konnte, um es mit Herzblut zu füllen.

Aber – und jetzt kommt der linke Haken der Erkenntnis – es hat auch sehr viel mehr Herzblut und Zeit gekostet, als ich erwartet hätte. Denn so sehr ich Filme liebe, täglich eine bis zwei Stunden extra reinzustecken, das ging irgendwann einfach nicht mehr (Filiz hat noch weitaus mehr Zeit investiert, was ich nach wie vor sehr bewundere). Nebenbei zum eigentlichen Job, der auch nicht zeitunaufwändig ist.

Mit Blick auf meine anderen Projekte, die ich in diesen sechs Monaten ebenfalls gestartet habe, musste ich mich entscheiden: Wo kann/muss ich etwas weglassen, um anderen Dingen wieder Platz zu ermöglichen? Wie gesagt, so sehr ich Filme liebe, Reihe Sieben hat als Projekt unglaublich viele Ressourcen gefressen, die zu bringen ich nicht mehr gewillt war. Und so lasse ich das Projekt nun los. Auch um meinetwillen, ehe ich etwas fortführe, hinter dem ich nicht mehr 100%ig stehen kann.

3 Kommentare

  1. Ich bin ehrlich, ich habe keinen der Artikel auf reihe sieben von Dir gelesen… Trotzdem habe ich auf Twitter und hier bei Dir im Blog mitbekommen, dass Du sehr begeistert warst, als Du damit angefangen hast.
    Allerdings sind ein bis zwei Stunden täglich tatsächlich ein enormer Zeitaufwand, wenn man voll berufstätig ist…
    Daher sage ich es einfach mal mit den Worten von @punktefrau: „Sei ausgeglichen“ – nicht nur, was die Arbeit betrifft, für die Du bezahlt wirst, sondern auch die Arbeit, die Du noch so „nebenbei“ machst.🙂 http://www.punktefrau.de/blog/2011/10/23/gedanken-zur-work-life-balance-sei-ausgeglichen/

    PS: Hoffe mal, dass Du bei unserem Projekt trotzdem noch ein bisschen an Bord bleibst.😉

  2. Ja, die Ausgeglichenheit wiederzufinden ist nicht immer ganz einfach, auch wenn ich an das Prinzip Work-Life-Balance nicht so recht glaube. Zumindest nicht gemäß den Definitionen, unter denen sich der Begriff von seinen Anfängen her aufbaut und heute noch als Trennung von Beruf und Arbeit verstanden wird. Die Grenze ist fließend und wenn mir etwas wirklich Spaß macht und Erfüllung verspricht, dann empfinde ich es nicht als Arbeit oder rein privates Tun. Das bin dann einfach ich🙂

    Und was unser Projekt betrifft: Keine Sorge. Ich habe ja jetzt ein bis zwei Stunden pro Tag mehr Zeit😉

  3. […] euch, die mich schon eine Weile kennen und meine Ausflüge mit Reihe Sieben mitbekommen hatten, ehe diese ein Ende fanden. Da dürfte es auch nicht verwundern, dass ich mir die Oscar-Verleihung heute Nacht reinziehen […]

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