Worktoolstudy: Wie nutzen wir das mobile Büro?

Mobiles Arbeiten. Der Traum von einer schier grenzenlosen Freiheit überall dort arbeiten zu können, wo man Netz hat. Im Café, kurz vor dem Flug zum nächsten Meeting, aus dem Zug heraus (mein Favorit, bin ich dort doch am produktivsten), manchmal sogar von einem festen Arbeitsplatz in einem Betahaus aus, … Das klingt toll und die Technik macht es dank Devices wie Smartphone oder Pads möglich. Aber wie nutzen wir diese Möglichkeiten eigentlich?

Jörn Hendrik Ast aka @Jormason hat sich im Rahmen der Jellyweek mit dem Thema „mobile office“ auseinandergesetzt und eine kleine Studie dazu aufgezogen. Die soll nicht nur Aufschluss darüber geben wie die Generation der jungen, kreativen, freien und flexibel Arbeitenden tickt, sondern auch, welche Tipps und Tricks sie für ihren mobilen Erfolg parat haben.

Die 114 Teilnehmer der Umfrage gaben dabei Antwort auf die Grundfragen, wie wir uns organisieren, ob diese Prozesse im täglichen Einsatz wirklich greifen und wie groß der Unterschied zwischen Freelancern und Angestellten in der Nutzung wirklich ist. Interessant ist bereits die Zusammensetzung der Teilnehmer: Es gibt keine Blockbildung der Digital Natives, sondern ein gut verteiltes Durcheinander aller Altersklassen und Beschäftigungsverhältnisse. Ebenso aufschlussreich ist die Auswertung der Hauptaktivitäten, die Tools und Apps auf den Devices erfüllen müssen: Kommunikation, Networking und Zeitmanagement, die teils sogar stündlich bemüht werden. Hier zeigt sich, dass auch Freie nicht ohne das Sicherheitsnetz „alle, die Bescheid wissen müssen, wissen Bescheid“ agieren können.

Überraschend ist hingegen die Auswertung über die Gewichtung der Mobile Devices für die komplette Organisation des Arbeitens. Die Hälfte der Befragten sieht in Pads und Co. eine Ergänzung, aber keinen Ersatz für einen lokalen PC, während fünf Prozent davon überzeugt sind ohne Rechner auszukommen.

Ich glaube das übrigens auch, komme ich doch seit dem damaligen Beginn meines Studiums mit Laptop (jetzt Netbook) und Smartphone aus, um mich zu organisieren. Nur für die Arbeit in der Agentur nutze ich den lokalen Rechner – aber das auch nur, weil er mir zur Verfügung gestellt wird. Ich könnte auch mit „Bring your own device“ leben. Meine These dazu: dieses Bild wird sich in zwei bis drei Jahren komplett gewandelt haben, wenn die handlichen Helfer mit noch größeren und schnelleren Prozessoren in der Lage sind ähnliche Datenmengen horten und verwalten zu können, wie es Tower tun. Wenn dann noch flexible Screens hinzukommen, die man jederzeit und überall als externen, größeren Bildschirm anschließen kann. Hallelujah!

@Jormason hat die Ergebnisse mit ein paar schönen Beispielen veredelt und führt den geneigten Leser auch mit einer bewusst spitzt formulierten Portion Vorurteile an das Thema heran. Sehr gelungen und kurzweilig pickt er dabei einzelne Aspekte heraus und beleuchtet diese auch von der anderen Seite, um zur finalen Frage zu kommen:

Meine Abschlussfrage dazu lautet nur, sind die Personaler und Führungskräfte sich diesem Trend bewusst? Was wird dafür getan um die Vorteile des mobilen Büros den Mitarbeitern zugänglich zu machen die danach verlangen?

Also, diskutiert fleißig drüben bei beginners-mind.de mit und lasst hören, was ihr davon so haltet!😉

4 Kommentare

  1. Dank dir Daniel für dein Posting und die Blumen. Ich muss sagen dein vorgestelltes Wunschszenario ist so was von auch meins…im Grunde sind Toer PCs und sogar klappbare Rechner aller Art echt Unsinn wenn man eine gute Tastatur zur Hand hat und sich aussuchen kann worauf man schauen kann.

    Stell dir nur mal vor du sitzt im Zug und siehst einen (Zahl deiner Wahl)-Zoll großen Bildschirm vor dir…allerdings nur du, wegen der Brille und so!😉

    Bis dahin haben wir glaube ich aber noch genug zu tun was die Flexibilität im Kopf der mobilen Workforce von morgen angeht. Ich meine ich bin ja von genug Freelancern umgeben die ein ungutes Gefühl haben wenn sie die nine to five Officezeit nicht einhalten. Es wird wohl noch ein wenig dauern bis unsere Prägungen in Bezug auf die althergebrachten Bürorbeitswerte sich lösen….

  2. […] mal eine kleine aber feine Linkempfehlung zu einer kleinen Umfrage, die Daniel Rehn in seinem Blog thematisiert und die mir die Zahlen und den Eindruck bestätigt, den ich schon länger von der […]

  3. Vielen Dank euch für die Studie und den Artikel, der mich zur Studie gebracht hat. Ich forsche und arbeite selbst am Thema Workplace of the Future und hab dazu auch schon Vorträge gehalten und Artikel verfasst. Die kleine Studie unterstreicht sehr gut meinen Eindruck von der zukünftigen Entwicklung. Für mich ist es schon heute elementar, überall arbeiten zu können und auch ich erwarte eine Zusammenführung der Devices auf maximal zwei.
    Danke für die Arbeit, das ist wirklich wieder Argumentationsfutter par excellence…

  4. […] background-position: 50% 0px; background-color:#222222; background-repeat : no-repeat; } danielrehn.wordpress.com – Today, 1:37 […]

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