Barcamp Nürnberg: Ein Rückblick auf das #bcnue4

Was für ein Wochenende! Von Freitag bis Sonntag fand sich die (süd-)deutsche Webszene zum Barcamp Nürnberg ein und machte die vierte Auflage des Frankencamps zu einem meiner bisherigen Highlights.

Freitag, 24. Februar 2012

Bereits Freitagnachmittag angereist hatte ich das Vergnügen schon am Abend das erste Kaltgetränk mit liebgewonnenen Netizens zu genießen und das Format Pecha Kucha kennenzulernen. Pecha Kucha, das ist koordiniertes PowerPoint-Karaoke mit 20 Slides á 20 Sekunden bis zum Wechsel. Folglich bleiben 400 Sekunden respektive 6:40 Minuten, um ein Thema vorzustellen und sich Freunde zu machen. Ein unterhaltsames Format, das aber auch stark von den Vortragenden abhängig ist. Zum Glück waren mit Postwurf, einer StreetArt-Runde und einer StandUp-Comedy-reifen Notarztwagen-Erklärung genau diese starken Elemente gegeben. Parallel stiegen aber auch die ersten Sessions, um auf das Wochenende einzustimmen …

Samstag, 25. Februar 2012

Samstagmorgen ging es endlich in die Vollen und nach einem richtig feinen Frühstück und lockerer Vorstellungsrunde sowie Sessionplanung ging es für mich … an den Empfang. Mit einer Doppelschicht als Gruß-August wollte ich endlich einmal etwas an die Organisatoren zurückgeben. Sehr praktisch, um Leute kennenzulernen, übrigens.

Session 1: Unterwegs gut beraten

Folglich hatte ich nicht wirklich viel von der ersten Hälfte des Veranstaltungstages, tauchte dann aber in die Session „Unterwegs gut beraten“ von Doris Schuppe ein. Anhand der Figur Anneliese Wireless hat Doris schon einmal aufgezeigt, wie unsere mobilen Endgeräte und die unzähligen Apps dafür unseren Alltag versüßen können. Sehr sympathisch und lehrreich für alle, die sich mit der weiten Welt der Apps noch auseinandersetzen mögen.

Session 2: flinc – Von Usern für User

Im direkten Anschluss durfte ich die erste von insgesamt fünf Sessions an diesem Wochenende bestreiten. Die liebe Romy war so frei mich bei der Planung der Vorträge als Vertretung für Phil von flinc miteinzuplanen, um ein wenig aus dem Nähkästchen zu plaudern und nette User-Geschichten unters Volk zu bringen. Da Romy dankbarerweise den Großteil der Runde das verbale Ruder übernahm, konnte ich mich mental gleich auf den nächsten Lauf vorbereiten.

Session 3: Das Projekt @munichlovesu

Denn nachdem beim Barcamp München die Idee des Projekts @MunichLovesU Gestalt annahm wollten das Team und ich vier Wochen später erste Schritte kommentieren und neuen Input einholen. Das Los präsentieren zu dürfen fiel dabei mir zu, so dass ich mich vor gut zehn neugierigen Zuhörern wiederfand. Die Runde war zwar kleiner als in München, aber enorm produktiv und aufschlussreich. Für uns, die das Projekt aus Spaß an der Freude und nicht mit Monetarisierungsgedanken führen, war diese Stunde sehr wertvoll.

Session 4: App-Speed-Dating

Die beiden abschließenden Runden des Tages sparte ich mir auf und gönnte mir eine Verschnaufpause, um abends beim App-Speed-Dating von Romy noch einmal zuzulangen. Im 2-Minuten-Takt wechselten die Gesprächspartner und Dialogrichtungen, um einzelne Lieblings-Apps vorzustellen. Meine Favoriten des Abends, die ich präsentierte, waren Deutsche Zeitungen / US Newspapers als Zeitungslesezeichenliste, Miso als Foursquare für Filme und TV sowie und Expenses. Allesamt kleine, feine Helfer für den Tag, der danach für mich auch schon wieder endete.

Sonntag, 26. Februar 2012

Ausgeschlafen und gut aufgelegt ging der zweite Tag gut los. Aber was kann man nach Frühstück mit Rührei und Speck auch anderes erwarten?

Session 1: LOI – Luca & Oliver und das Internet

Als kleiner Wachmacher setzten sich Luca Hammer und Oliver Gassner in einer kleinen Runde zusammen, um die Gegenwart des Networkings und die Zukunft des Internets zu diskutieren. Neben der Dunbar-Nummer und weiteren mir bereits bekannten Ansätzen verwies Oliver noch auf diese Kurzdokumentation des BBC-Formats Horizon aus dem Jahr 1964, in der Arthur C. Clarke das damalige Leben von morgen – also unsere Gegenwart – skizzierte und in einigen Punkten erstaunlich richtig lag.

Session 2: Come to the dark side – Gewinnspiele – Dirty tricks on Facebook

Sessions mit Romy sind immer sehr kurzweilig, selbst wenn sie sich einem so schwerwiegenden Thema wie Promotions auf Facebook widmet. Dass man dabei nämlich eine gehörige Menge falsch machen kann, das beweisen die regelmäßig gekickten Aktionen und Pages, die gegen die Richtlinien verstoßen, obwohl diese recht klar sind (alles, was nicht direkt in Applikationen abläuft, ist im Grunde schon ein Fehltritt).

Session 3: Musik ausm Büro – Office Music Project

Aus einer kleinen Idee, die ich zu Jahresanfang hatte, ist ein eigenständiges Projekt geworden, dass Romy und ich in einer kleinen, herzlichen Runde vorstellten. Im Grunde ist es ganz schön und beruhigend, wenn man merkt, dass man nicht allein mit der Eigenart ist ohne Musik nicht arbeiten zu können. Irgendwie muss man die Kollegen im Großraumbüro ja ausblenden, wenn man sich beim Texten konzentrieren mag😀

Session 4: Social TV und die Oscars 2012

Eher als dezenter Sidekick denn tatkräftiger Support assistierte ich Frank Barth von Couchfunk (Disclaimer: ein neuer Kunde von mir) bei seiner Session rund um das interessante Themenfeld Social TV sowie dem Projekt we.makesocial.tv (#makesocialtv), das als Pilot heute Abend die Oscar-Verleihung mit Informationen, Spaßigem und weiterem User Generated Content begleiten wird. Unterstützt von einem hoch motivierten Projektteam kam eine feine Diskussion mit den Teilnehmern der Runde zustande, die Lust auf mehr machte. Denn eines ist sicher: Social TV hat in Deutschland ein enormes Potential, das es zu nutzen gilt.

Session 5: Social Media & Sports

Vor knapp zweieinhalb Wochen hielt ich bereits am Campus M21 als Gastdozent eine Vorlesung zu Social Media und Sport, die ich heute noch einmal einstreute. In einem 45-minütigen Parforceritt durch Beispiele, Möglichkeiten, Risiken, Chancen und Potentiale zeigte ich eine bunte Palette von allem, was man in der Kombination meiner zwei Lieblingselemente so anstellen kann. [Ein ausführlicher Beitrag mit verbloggten Slides folgt noch]

Aufräum-Flashmob, Feedback und Good Bye

Zum großen Finale packten alle noch einmal an und das Wochenende fand in einem flink organisierten Aufräum-Flashmob sein Ende. Schon erstaunlich, wie schnell eine so große Location wie das Süd-West-Park-Forum (super Ort für das #bcnue4!) aufgeräumt werden kann.

An dieser Stelle noch mein Feedback an die Organisatoren: Es war einfach nur top! Location, Essen, WLAN, Programmplanung, … Aus meiner Sicht gab es nicht einen Kritikpunkt, den man dem Team vorhalten könnte. Einzig, dass die Zeit trotz Nightsessions viel zu schnell rumging könnte als Minus gelten, aber die Jungs können ja nichts dafür, wenn ich mich so wunderbar unterhalte(n fühle).

Vielen Dank für alles und bis zur fünften Auflage des Barcamp Nürnberg 2013!

4 Kommentare

  1. […] Barcamp Nürnberg: Ein Rückblick auf das #bcnue4 […]

  2. […] Los hing es am Freitag Abend mit einigen Sessions und einem Pecha Kucha Spezial. […]

  3. […] Smartphones. Inspiriert von Jacobs Social-Media-Smartphone-Setup und den guten Erinnerungen an das App-Speed-Dating beim Barcamp Nürnberg ist mir der Gedanke gekommen, ob man daraus nicht eine fixe Blogparade machen kann. Denn ich suche […]

  4. […] Ems (2011 + 2012), Barcamp Hamburg (2011 + 2012), Barcamp München (2012), Barcamp Nürnberg (2012), Barcamp RheinMain (2011), Carpediemcamp (2013), […]

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