Video: Be ‚flawsome‘ – Die Social-Media-Strategie von Coca-Cola

Wie hat es Coca-Cola geschafft zur größten Consumer Brand zu werden? Aktuell sind es zum Beispiel über 52 Millionen Likes auf Facebook. Dazu unzählige weitere Accounts auf Twitter für die einzelnen Länder, Plattformen im Web und Blogs, wie etwa das Happiness-tumblr.

Im Rahmen des Fortune’s Most Powerful Women Summit vom 02. Oktober wurde Wendy Clark, Senior Vice President of Integrated Marketing Communications and Capabilities bei Coca-Cola, genau dazu befragt. Welche Strategie verfolgt man also? Neben dem anschließenden Video gibt es auch ein paar Statements von Clark, die ich auf Fortune.com im Originalbeitrag besonders bemerkenswert fand:

„You have to be awesome with your flaws, the things that aren’t exactly perfect. You want to be human, to speak like a human and act like a human.“

Es ist ein (ur-)altes Problem. Das Internet wurde von Menschen erfunden, um mit anderen Menschen zu kommunizieren. Unternehmen sind nur nachgezogen, um neue Zielgruppen für ihre Botschaften an neuen Orten zu erreichen. Deswegen werden sie aber nicht zwingend als willkommene Gäste in Netzwerken akzeptiert. Das gelingt erst, wenn sie etwas Besonderes mitbringen, das begeistert (oder zumindest ihren Aufenthalt in „menschlichen“ Sphären akzeptabel macht). Interessante Makel zum Beispiel.

Und als ob das nicht schon genug wäre, müssen Unternehmen auch noch die Umstellung hinnehmen, nicht mehr darüber entscheiden zu können, was alles über sie gesagt wird. Das konnten sie vorher zwar auch nicht, denn dieser Gedanke von absoluter Kontrolle ist absurd, aber mit einer großen und umtriebigen Community, die sich auf den unternehmenseigenen Seiten und Co. austauscht, kriegt man es nun gebündelt mit. Und das muss man aushalten können, wie Clark betont:

„There’s plenty of content I would prefer wasn’t around on Coca-Cola but you can’t take that content down. It’s bloody hard. If you start it’s like a game of whack-a-mole. And once you start, you’re never going to win.“

Ein ungemein wichtiger Rat an alle, die sich auf das Spiel „Dialog im Social Web“ einlassen wollen. Überspitzt gesagt: Wer die Hitze nicht verträgt, der sollte die Küche (oder zumindest die ganz heißen Herdplatten) vielleicht doch meiden und sich eher auf harmloses, möglicherweise aber auch fades, kaltes Finger Food beschränken … und eine Coke dazu trinken😉

Am interessantesten aber ist die sehr sachliche Herangehensweise von Coca-Cola mit der permanenten Kommunikation (zum Beispiel auch Coca-Cola-Merchandise wie ihrem T-Shirt) nicht auf die 52 Millionen Fans zu zielen, die ohnehin schon begeistert sind und die Marke mögen, sondern das Publikum darüber hinaus. Clark spricht von einer „inital audience“ und einer „ultimate audience“, die es zu erreichen gilt. Ein Ansatz, über den Unternehmen noch einmal genau nachdenken sollten, um sich nicht nur auf die elendige Fanzahl zu versteifen.

via @torsten_panzer

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