Feuer und Flamme: Mein Beitrag zur Blogparade „Dein erstes BarCamp“

Das Format Barcamp ist für mich eine der großen Entdeckungen der letzten Jahre. Konferenzen hatten bis dato immer einen unbeweglichen, zu sehr auf Planung und Gelingen ausgerichteten Ansatz, der einem kuriosen Momentum oder auch gewollten Chaos keinen Raum ließ. Raum, den es meiner Meinung nach aber braucht, um neue Ideen zu entwickeln und Dinge zu bewegen.

Stefan Evertz kennt das nur allzu gut. Seit über sechs Jahren teilen er und Jan Theofel sich so etwas wie den Ruf als Deutschlands „Mister Barcamp“. Aus der Neugier heraus, wie es andere mit dem Thema halten, fragt Stefan nun in einer Blogparade nach meinem, eurem, unseren ersten Barcamp. Wo es war. Wann. Wie es war. Und was dem alles noch folgte … Fragen, die ich gerne beantworte.

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Mein erstes Barcamp ist – und da staune ich selbst ein wenig – erst zweieinhalb Jahre her. Auf Einladung von David Philippe verschlug es mich Anfang April 2011 nach Lingen, um am Barcamp Ems teilzunehmen. Es war eine doppelte Barcamp-Premiere, denn es war nicht nur meine erste Unkonferenz, sondern auch die erste im Emsland überhaupt. Thema: Social Media für KMU.

Getreu dem Motto „Keine Zuschauer. Nur Teilnehmer.“ stand ich bei diesem eintägigen Testballon am späten Nachmittag selbst vor einem interessierten Publikum und sprach über die Möglichkeiten von Location Based Services für KMU. Die Präsentation entstand auf der achteinhalb Stunden dauernden Fahrt ab München und gefällt mir heute noch so gut, dass sie den Weg in andere Foliensätze fand. Damals kam es mir aber brutal exotisch vor, einen solchen Nischen-Service zu präsentieren. Doch es war ein großes Vergnügen auszuprobieren und mitzuerleben, wie ein freies Format Barcamp funktioniert und Stilblüten treibt.

Seitdem bin ich Feuer und Flamme und habe mich immer wieder durch Deutschland gecampt und Sessions gehalten. Alleine, zu zweit, als Team, mit Slides und komplett Freestyle. Aber immer mit einer gehörigen Portion Spaß. Meine bisherige Liste: Barcamp Ems (2011 + 2012), Barcamp Hamburg (2011 + 2012), Barcamp München (2012), Barcamp Nürnberg (2012), Barcamp RheinMain (2011), Carpediemcamp (2013), …

Und für dieses Jahr sind noch ein paar weitere Termine im Kalender notiert. Etwa die dritte Runde meinerseits beim #bchh13 (immer mit dem Adrenalin-Kick beim Ticket-Kauf verbunden!) oder auch die zweite für RheinMain am Campus Dieburg (quasi ein Comeback) oder auch die Premiere für Düsseldorf sowie das Experiment beim #onkomm13. Ich freue mich schon jetzt wie ein kleines Kind auf jedes einzelne Event.

Warum? Wegen der Leute, die man dort trifft. Bereits beim Barcamp Ems 2011 traf ich nicht nur David wieder, sondern Michael, Tristan, Niklas und vor allem Markus das erste Mal, der die Anwesenden damals schon schockte, als er meinte, er sei von Beruf „Blogger“. Das Tuscheln und die irritierten Blicke des Plenums werde ich nie vergessen. Meine Güte, was haben wir seitdem alles für Unsinn angestellt. So vieles hat sich geändert … Markus‘ Frisur mal außen vor gelassen.

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Aber auch wegen des konstruktiven Chaos, das sich dort binnen weniger Stunden für einen Tag oder auch zwei ausbreitet. Man muss sich nur einmal darauf einlassen, um mit dem Barcamp-Virus infiziert zu werden. Allerdings ist gerade das die große Hürde. Sich darauf ein- und auch fallen zu lassen. Die gewohnte Stringenz eines durchgeplanten Events bei Seite zu schieben und von Session zu Session zu streunern. Bei Bedarf auch mitten in einem Vortrag zu gehen, wenn es nicht gefällt. Davor scheuen sich Neulinge manchmal noch, weshalb ich schon mehr als einmal von mir betreute Kunden zu einem Barcamp mitgenommen und durch die ersten drei, vier Stunden begleitet habe, um sie danach frei schwimmen zu lassen. Ein Barcamp-Pate, wenn man so will. Das Ergebnis: begeisterte Teilnehmer und zukünftige Barcamper.

Jedes Mal folgten auf einen Barcamp-Tag viele neue Ideen. Es wurden Projekte angestossen und schöne Stunden verbracht. Davor, währenddessen und danach. Es ist immer eine gute Zeit im Chaos. Und genau darum liebe ich Barcamps!

One comment

  1. […] Rehn: Feuer und Flamme: Mein Beitrag zur Blogparade “Dein erstes BarCamp” /* Dieser Beitrag wurde am 13. September 2013 von Stefan Evertz in BarCamp veröffentlicht. […]

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