Stöckchen: Nochmal zehn Dinge über mich

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Wie kann ich denn „Nein“ sagen, wenn mir Carolin auch noch einmal zehn Fragen stellen will? Ablehnen, nur weil David einen Tick schneller war, wäre ja mehr als unhöflich … Nun denn, auf in die zweite Runde.

1. Wie lautete dein allererster Tweet?

Bezogen auf meinen Account @danielrehn? Der hier.

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Ich lache immer noch darüber.

2. Was ist das Böseste, was du über die digitalen Medien je gedacht, gesagt oder geschrieben hast?

An Tagen, an denen im online-geprägten Job alles in die Binsen geht, war es wohl ein in Richtung Facebook, Twitter und Co. gerauntes „Leckt mich doch am …“. Aber wirklich Böse bin ich nie auf die digitalen Medien. Eher auf die Schwachköpfe, die einen den Spaß daran nehmen können.

3. Kannst du noch offline sein?

Können: ja. Wollen: manchmal. Müssen: selten. Ich habe meine Balance gefunden, auch wenn sie für viele nicht nachvollziehbar ist. Aber ich sah und sehe keinen Grund darin, dass ich mich für „online sein“ rechtfertigen müsste. Es ist ja bewusst so gewählt. Die gezwungenen Offline-Zeiten bei Bahnfahrten empfinde ich hingegen als unangenehm. Eben, weil mir Offline in diesen Moment aufgezwungen wird.

4. Eine Erfindung (außer Zeitreisen), die fehlt?

Ich denke, wir sind nicht mehr weit davon entfernt, aber Akkus, die auch bei großer Belastung länger als einen Tag halten, wären schon fein. Und so cool ich den DeLorean auch finde, wenn die Zeitmaschine nicht unbedingt in einem Auto verbaut wäre, wäre das auch klasse. Ich habe es doch nicht so mit dem Fahren. … Ach ja, Beamen wäre auch toll, auch wenn der Spaß am Fliegen dann abhanden kommen würde.

5. Google+ kann man getrost verlassen, oder?

Für mich ist Google+ nach wie vor keine Plattform, auf der ich mich aus privaten Gründen länger als nötig aufhalte. Allerdings komme ich nicht umhin festzuhalten, dass, wenn man sich die Mühe gemacht hat und seine Kreise gemäß Interessen pflegt, dort weitaus mehr Potential für gute, sachliche und konstruktive Diskussionen zu finden ist, denn bei Facebook.

6. Wie lässt sich der digitale Graben überwinden?

Das größte Problem beim digitalen Graben sehe ich nach wie vor bei der immer weiter auseinanderklaffenden selbstverständlichen Nutzung neuer Techniken zwischen Jung und Alt. Die Jungen wachsen mit Digitalem und Technik auf und kennen es gar nicht anders, was ihnen natürlich andere Voraussetzungen zu Erschließung dieser Techniken ermöglicht, während die älteren Semester – teils auch zurecht – für sich keine Notwendigkeit mehr sehen, sich jetzt noch mit dem Neuen beschäftigen zu müssen. Aber gerade sie sind es, die mit ihrem prä-digitalen Wissen und Erfahrungsschatz so viel Wertvolles beitragen könnten.

Ich hätte zum Beispiel sehr gerne gesehen, dass meine Großeltern ein Blog führen, in dem sie festhalten, was sie alles erlebt haben. In dem ihre alten Fotos noch einmal aufleben und ihre, unsere, Geschichte für andere zugänglich wird.

Im Grunde liegt es an uns Digitalos, die das Netz als für uns erschlossenen Raum und Heimat verstehen, alle „Nicht-Netizens“ an die Hand zu nehmen, um die Gräben nach und nach zuzuschütten. Aber solange klassische Medien das Digitale immer noch als etwas Böses verstehen und thematisieren, hat es viel vom Kampf gegen Windmühlen, weil sich viele nicht an die Hand nehmen lassen wollen.

7. Drei Twitteraccounts, denen man unbedingt folgen sollte?

Ohne Wertung gegenüber den Dutzenden Accounts, die ich ebenso gut nennen könnte, und Begründung, um niemandem gegenüber Unrecht zu tun: @sinnundverstand, @tp_da und @martingiesler.

Wem die drei nicht reichen: Stöbert ruhig in meiner Timeline. Die, die dort drin stecken, sind nicht ohne Grund da.

8. Das beste Buch über das Digitale, das du je gelesen hast?

„Trust me, I’m Lying“ von Ryan Holiday. Es ist im Grunde ein Buch über Marketing im digitalen Zeitalter. Doch das, was man dort über die Mechanismen der neuen Kommunikationswege lernt, öffnet einem durchaus die Augen und sorgt – im eigentlichen, positiven Sinne des Wortes – für Enttäuschung. Insbesondere im Bezug auf Blogger Relations.

9. Hast du eine anonyme Alternativ-Identität im Netz?

Nein. Nicht mehr. Meine ersten Twitter-Schritte während des Studiums fanden noch unter meinem Spitznamen aus Studienzeiten statt. Aber das ist Geschichte. Ich weiß mittlerweile sehr gut, was ich tue, und stehe (damals wie heute) hinter allem, was ich schreibe. Drum twittere ich mit meinem Klarnamen. Und ja, Branding-Gedöns hat auch was damit zu tun.

10. Welchen Twitter-Crush würdest du gerne mal kennenlernen?

Ich würde es nicht unbedingt „Crush“ nennen, aber mit @lifeofmarco würde ich schon sehr gerne endlich einmal um die Häuser ziehen. Ich glaube, wir würden uns ausgesprochen gut verstehen und hätten nichts als Faxen im Kopf.

Wenn es die Größenordnung Twitter-Promi sein soll, dann wäre das Commander Chris Hadfield.


Ich verzichte an dieser Stelle auf ein Weiterwerfen und verweise auf die ersten zehn Fragen, die ich beantwortet habe. Wer sich dort bedienen mag, der greife gerne zu.

photo credit: Tintin44 – Sylvain Masson via photopin cc

2 Kommentare

  1. […] antworte ich ähnlich, wie ich es schon auf die gleiche Frage von Carolin tat: Ich empfehle meine komplette Timeline direkt. Nur so werde ich allen wirklich gerecht, ohne […]

  2. […] Blogger weiter. Darauf möchte ich an dieser Stelle verzichten. Um es mit den Worten von Daniel Rehn zu […]

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