Noch ein Stöckchen mit 10 Fragen an mich … Wie im Kreuzverhör.

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Keine Woche ohne Stöckchen. So könnte man zumindest meinen, wenn man sich die Beiträge der letzten 14 Tage näher zu Gemüte führt. Und da die Stöckchen der letzten Zeit immer noch ihre Kreise ziehen und sich selbige irgendwann mehr oder weniger überschneiden, hat mir Hubert netterweise nun die dritte Anfrage zur Befriedigung seiner wie auch der allgemeinen Neugier zukommen lassen.

Da lasse ich mich nicht bitten.

Wie kamt ihr denn warum in dieses Neuland?

Es muss etwa um 1998/99 herum gewesen sein, als ich über den Arbeitscomputer meiner Eltern erstmals mit dem Internet in Berührung kam. Sie brauchten den Netzzugang für den Server-Zugriff und das Intranet ihres damaligen Arbeitgebers, während das Internet ein positives Abfallprodukt für meinen Bruder und mich war, das wir mit großer Neugier austesteten.

Damals war das alles für mich – so wie für die meisten in Deutschland zu dieser Zeit – tatsächlich Neuland. Es war eine Zeit, in der neben einem blutjungen Google noch weitere Suchmaschinen wie Yahoo!, Fireball, altavista oder auch Lycos existierten. Allein die Tatsache, dass ich noch um diese Vielfalt weiß, gibt Aufschluss darüber, wie prägend diese Zeit für mich war – und wie schnell und eklatant sich die Dinge seit damals verändert haben.

Was ist eure liebste Beschäftigung außerhalb des Neulands?

Gibt es „außerhalb des Neulands“ überhaupt noch, wenn sich „online“ per se wie ein feiner Film über alles in unserer Gesellschaft und modernen Umwelt gelegt hat? Meine liebste Beschäftigung, die mich zumindest von Screen und Tastatur wegführt, sind Sport und Filme – beides gerne zusammen mit Freunden. Doch auch hier ist mein Smartphone direkt oder indirekt involviert. Entweder als Tracking-Tool, um Schritte, Puls und Leistung festzuhalten, oder aber, um mir Übersicht zu verschaffen, was ich über Filme und Serien wissen mag.

Wenn ihr müsstet – in welches Land würdet ihr warum auswandern?

Unabhängig davon, ob ich die Landessprache beherrsche oder mich überhaupt verständigen kann? Dänemark oder Schweden. Ich war noch nie dort, aber der Gedanke daran in Kopenhagen oder Stockholm zu leben, ist sehr faszinierend. London ist nach meinem letzten Besuch vor ein paar Tagen natürlich ebenso eine Option, aber es wäre wohl keine dauerhafte Lösung für mich. Das Gefühl dahinter ist noch nicht da, um London als meinen „place to be“ zu verstehen.

Welchen drei Twitter-Accounts muss man unbedingt folgen?

Hier antworte ich ähnlich, wie ich es schon auf die gleiche Frage von Carolin tat: Ich empfehle meine komplette Timeline direkt. Nur so werde ich allen wirklich gerecht, ohne Abstriche machen zu müssen. Sie sind schließlich nicht ohne Grund im 140-Zeichen-Format an meiner Seite.

Was ist eure liebste (regelmäßige) Veranstaltung, die irgendwas mit dem Internetz zu tun hat?

Die re:publica in Berlin. Seit ich 2010 das erste Mal dabei war, lässt mich die Faszination des überdimensionalen Klassentreffens nicht mehr los. Fast alle sind da. Alles kann zum Thema werden. Es ist der Rahmen und die leere Leinwand zugleich, um sich ein ganz eigenes Bild davon zu machen, was „social“ wirklich bedeuten kann.

Warum liebt ihr euer Setup?

Gemäß der Vorlage, die für „Das Setup“ gilt, habe ich mir das letzte Mal vor etwa zwei Jahren dazu Gedanken gemacht, als mich Karsten danach fragte. Für mehr Gedanken und Zeilen dazu melde ich mich mal bei Gelegenheit an.

Silvester 2013/14 – wo feiert ihr?

Das ist noch nicht ganz klar. Es gibt viele Ideen, aber es behagt mir für gewöhnlich nicht einzelne Tage en detail zu verplanen, wenn noch so vieles passieren kann.

Bloggen – Pflicht oder Leidenschaft?

Weder noch. Ich blogge aus Überzeugung. Wenn ich etwas zu sagen habe, dann greife ich in die Tasten. Wenn ich einen Gedanken ausformulieren möchte, dann greife ich in die Tasten. Wenn ich einfach nur (mit-)teilen möchte, was mich bewegt, dann … naja, das Muster ist zu erkennen.

Der Umstand, dass ich bei den Iron Bloggern Hamburg dabei bin, hat dabei weniger etwas mit einer Pflichtaufgabe zu tun, sondern ist eher eine Fingerübung, um Dinge auszuprobieren. Es hat seine Gründe, dass ich mit Beginn der Runde zu Jahresanfang noch keinen Heller in die Kasse zahlen musste.

Welches ehrenamtliche (soziale) Projekt fördert ihr gerne und wünscht euch Mitstreiter?

Aktuell gibt es kein derartiges Projekt, dass ich aktiv im Sinne des Ehrenamts mit dem Einbringen zeitlicher oder ideeller Ressourcen unterstütze. Von ein paar finanziellen Zuwendungen einmal abgesehen, passiert da im Moment nicht viel.

Das letzte große Engagement, das ich diesbezüglich an den Tag legte, war die allumfassende Leitung der Basketballabteilung meines Heimatvereins von 2004 bis etwa 2008. Nicht, dass ich meine Schuldigkeit getan hätte, aber ich zehre noch davon.

Welche Frage wäre euch denn eigentlich anstelle dieser Fragen lieber gewesen?

Bei all den Stöckchen und Fragen der letzten Woche wäre es interessant gewesen, wenn mehr provokative oder auch philosophische Fragen dabei gewesen wären. Etwa, welchen Wert man dem eigenen Tun zuschreiben würde, wenn man es mit Blick auf die Bedeutung und Relevanz für die Gesellschaft einordnen müsste.

Warum zur Hölle macht ihr bei sowas hier mit?

Es ist eine Mischung aus Höflichkeit, Mitteilungsbedürfnis, Schreiben als Therapieform, Neugier und auch Narzissmus. Mich mit Fragen auseinanderzusetzen, die mir so nicht alltäglich über den Weg laufen, ist einfach spannend. Gleiches gilt auch für die Reaktionen, die man dabei mit seinen Zeilen hervorruft.

Ich verzichte an dieser Stelle auf ein Weiterwerfen und verweise auf die ersten zehn Fragen, die ich beantwortet habe. Wer sich dort bedienen mag, der greife gerne zu.

Photo Credit: Lisandro M. Enrique via photopin cc

One comment

  1. Danke, mein Lieber, dass Du die Fragen beantwortet hast – sehr spannend, Deine Antworten. Wenn Du nach Stockholm oder Kopenhagen reist, dann sag mal Bescheid, stehen beide auch auf meiner To-To Liste😉

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