Deine Stimme für Austin: Von einer Wette, die mich zur SXSW bringen könnte (und dich vielleicht auch)

Agenturen sind Orte, die für Außenstehende nicht immer zu verstehen sind. Kunden stecken Geld rein, Ideen kommen raus. Manche funktionieren, manche nicht. Und was davon in der Öffentlichkeit tatsächlich als Teil der kommunikativen Konzepte wahrgenommen und verstanden wird … tja, das ist nochmals eine Sache für sich. Agenturen sind aber auch Orte, an denen kalkulierter Wahn- und Irrsinn vorkommen dürfen. Und so möchte ich euch von einer irrsinnigen Wette erzählen, die ich gerade mit meinem Chef Mirko laufen habe.

Eine Top10-Platzierung bringt mich zur SXSW

Prolog: Vor ein paar Monaten haben wir für unseren Kunden McCain Plakatmotive entwickelt, die eines der neuen Packagings unterstützen sollen. Es gab kreative Vorschläge, ausgefallene Ideen und klassische Product Shots unsererseits, die wir vorlegten. Der Kunde wählte Tor Nummer 3 und platzierte das folgende Motiv via Media auf diversen Plakatwänden in der Nähe von und direkt bei Supermärkten.

mccain_country_potatoes_SXSW

Das Ergebnis: eine spürbare Umsatzsteigerung am Point of Sale. „In your face“-Werbung funktioniert also immer noch.

Zeitsprung.

Das Motiv hat es ein paar Wochen später Dank seiner nun auch nachweislichen Wirkung ins Kreativ-/Werbe-Ranking von Best 18/1 und dessen finale Auswahl geschafft. Dort konkurriert man nun mit 29 weiteren, ausgesprochen guten Arbeiten von IKEA, Langenscheidt, Siku, Lux Tools und einigen anderen um den ersten Platz eines noch laufenden Votings.

Wir sind uns hier in der Agentur alle darüber bewusst, dass die Arbeiten der anderen in puncto Kreativität und Wortwitz eher zu überzeugen wissen als ein einfaches (aber dennoch effektives) Produktmotiv. Trotzdem haben wir als Agentur den nötigen Ehrgeiz, gut abzuschneiden. Also gibt es für mich die Challenge, für eine gute Platzierung zu sorgen. Was uns zur Wette bringt.

Die Herausforderung: Wenn ich es schaffe unseren Starter für McCain trotz der starken Konkurrenz bis zum Ende des Votings am 01. August in die Top 10 zu hieven, schickt mich Cheffe im März 2015 über den großen Teich zum Woodstock der Tech-Szene, der SXSW (South by Southwest) in Austin, Texas.

So. BÄM!

Ein noch unmoralischeres Angebot

sxsw2015

An dieser Stelle würde eigentlich nun die Bitte folgen, dass ihr McCain (also eigentlich mir) eure Stimme gebt, damit das mit Austin für mich auch klappt.

Da diese Bitte allein schon ziemlich plump unmoralisch anmutet, habe ich mit Mirko noch ein Add-On ausgehandelt, von dem nicht nur ich etwas haben soll: Für den Fall, dass genügend Stimmen zusammenkommen, die das McCain-Motiv am 01. August sogar auf Platz 1 stehen lassen, werden drei Votierende, die nachweislich für das Motiv gestimmt haben, von den EUR 50.000,- Preisgeld für den Sieger ebenfalls zur SXSW geschickt.

Der Rest der Summe, der nicht für Tickets, Flug, Unterbringung und Taschengeld draufgeht, geht direkt an den gemeinnützigen Hamburger Verein und freien Jugendhilfeträger Zweikampfverhalten, den achtung! seit Längerem pro bono in seinem Anliegen unterstützt, Jugendliche durch Workshops und Trainings in einem konstruktiven Umgang mit Konflikten zu lehren, Techniken zur Gewaltprävention zu vermitteln und Respekt, Toleranz und faires Miteinander beizubringen.

Was ist zu tun?

Jetzt reden wir also Tacheles und es muss nur noch funktionieren. Und hier kommt ihr ins Spiel:

Gebt dem McCain-Motiv unter http://www.best18-1.de/v.html über das Two-Step-Prozedere eure Stimme. Als Nachweis dafür schickt ihr einen Screenshot eures bestätigten Votings an die eigens eingerichtete Mail-Adresse sxsw (at) achtung (Punkt) de. Hier sammeln wir bis zum Ende des Votings am 01. August sämtliche Nachweise und losen auf dieser Basis die drei potentiellen Mitreisenden aus, sofern wirklich Platz 1 rausspringt.

Lässt sich das laufende Voting tatsächlich zu unseren (sprich: meinen, euren und Zweikampfverhaltens) Gunsten drehen? Ich traue es euch zu.


Ein persönliches Nachwort:

Ich bin mir mehr als bewusst, dass der Aufruf zum gemeinsamen Votieren für eine Kundenarbeit, die am Ende mir als Privatperson eine Reise in die Staaten einbringen könnte, durchaus billig bis fragwürdig erscheint. Schließlich habe ich nichts zu verlieren – von meinem Ansehen in euren Augen einmal abgesehen, dass ich mich überhaupt dafür hergebe.

Andererseits glaube ich an euch als mein Netzwerk, dass wir am Ende wirklich vier Leute nach Austin schicken und vor allem Zweikampfverhalten mit dem Geld etwas richtig Gutes tun können. Wie gesagt, die Bitte selbst und in eigener Sache wäre plump, weswegen ich euch auch noch nie mit einem „bitte votet für mich“ belästigt habe. So kann aber zumindest etwas Vernünftiges daraus entstehen, von dem viele etwas haben. Und wer mich kennt, weiß, dass das für mich ein größerer Anreiz ist.

One comment

  1. Darf ich eigentlich auch?

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