Millenials at the Workplace: Simon Sineks Antwort auf die „Millenial Question“

Simon Sinek ist kein Unbekannter, wenn es darum geht Fragen zur Arbeitswelt des 21. Jahrhunderts zu beantworten, die sich um Führung, Charakterbildung und auch dem Erkennen von Problemen kommender Generationen drehen. Er ist Autor, Journalist und Unternehmensberater. Er veröffentlichte mit „Start With Why“ und „Leaders Eat Last“ gleich zwei Bestseller, die sich gefühlte Ewigkeiten auf der Liste der New York Times hielten und sein TED-Talk „How Great Leaders Inspire Action“ ist der zweitmeist gesehene Auftritt des Formats überhaupt. Wenn er sich äußert, dann kann man recht sicher sein, dass es Hand und Fuß hat.

„Millenials In The Workplace“: 17 Minuten feinste Analyse

So geschehen vor knapp zwei Wochen, als Sinek sich im Rahmen der Show „Inside Quest“ mit Tom Bilyeu mit der Frage konfrontiert sah, warum es augenscheinlich so schwer fällt die Generation der so genannten Millenials in unsere Arbeitswelt zu integrieren. Eine Generation, die – so wie alle nachkommenden Generationen von den vorhergehenden – als weich, unentschlossen, anmaßend, stetig fordernd und vieles andere bezeichnet wird.

Was folgte waren 17 Minuten einer Analyse, die sich vielschichtiger zeigte als Vieles, was in den letzten Monaten und Jahren zu dem Thema publiziert wurde. Nicht, um auf die Millenials einzudreschen oder aber sie komplett aus der Verantwortung zu nehmen. Sondern, um unter Berücksichtigung der Entwicklungen der letzten Jahre und Jahrzehnte aufzuzeigen, wie wir an diesen Punkt des Missverstehens kommen konnten, um eine komplette Generation als für den Arbeitsmarkt untauglich und zu kompliziert abschreiben zu wollen.

Ich möchte nicht zu viel verraten. Sich diese 17 Minuten Zeit zu nehmen und aufmerksam zuzuhören, ist allerdings etwas, das ich jedem nur ans Herz legen kann. Denn Sineks Worte treffen den Nerv vieler, die sich mit diesem und ähnlichen Themen beschäftigen. Wie Millenials verstanden werden können, obgleich viele selber gar nicht wissen, wie sie zu verstehen sind und was es für sie bedeutet mit ihrem Tun „etwas“ zu bewegen (in diesem Kontext „to make an impact“). Nicht grundlos gibt es seit dem 27. Dezember über 80 Millionen Views und mehr als zwei Millionen Shares auf einen der vielen auf Facebook kursierenden Ausschnitte (Freebooting ist trotzdem immer noch kacke) sowie etliche weitere Uploads auf YouTube.

Man muss nicht mit allem einverstanden sein, was er sagt. Erst recht nicht mit seiner These, dass es nun auch eine Aufgabe der Unternehmen wäre einen – wenn man es so verstehen mag – „Teil der Erziehung“ nachzuholen. Aber die Denkanstösse, die er gibt, sind nicht so schlecht, wie viele der Kommentatoren es verstehen wollen, wenn es darum geht auch darüber zu sprechen, welche Art von Mitarbeitern sich (wehklagende) Chefs denn wünschen würden. Nämlich mitdenkende, die sich mit dem Unternehmen identifizieren, weil sie einen Sinn in ihrem Tun sehen, den man ihnen ja durchaus auch aufzeigen kann. Denn auch das macht Führung aus. Wege und Möglichkeiten weisen, die jeder selbst und eigenverantwortlich begehen kann und darf.

Als Nachklapp veröffentlichte Sinek ein paar Tage später übrigens noch einen Kommentar auf die in der Zwischenzeit eingegangenen Fragen, wie er denn zu diesen Ansichten und Thesen käme. Ebenfalls ganz sehenswert, um das Ganze abzurunden.

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