carpediemcamp 2013: Von Motivation und Einsichten

Auf dem ersten carpediemcamp versuchte ich am Wochenende neue Wege für mich zu finden. Vor allem aber Inspiration. Und wenn schon nicht die, dann wollte ich wenigstens dazuzulernen. Was ich mitgenommen habe? Lest selbst.

carpediemcamp_logo

Wer sich fragen sollte, was das carpediemcamp ist. Hier gibt es die Antwort:

Das carpediemcamp findet (als offizielles Partnercamp des lifeworkcamp) am 1.Juni 2013 in Hamburg statt. Angedacht sind dabei Vorträge und Workshops (so genannte “Sessions”) zu den Themen: Produktivität, Life-Work-Balance, Zeitmanagement, Motivation, Konzentration und Führung.

Schneller. Höher. Weiter. Immer besser werdend. Always on. Nie ruhend. – Irgendwo haben wir eine Ausfahrt verpasst, um das, was sich Leben nennt, genau damit zu füllen: mit Leben. Den Tag nutzend, ohne sich am Ende zu fragen, was man damit angestellt hat. Leider musste ich für mich feststellen, dass ich die Zeit in geselliger und aufgeschlossener Runde zwar genossen, für mich persönlich aber nicht sehr viel Neues mitgenommen habe. Leider.

Lebenskarriere mit vier Fragen und viel Intuition

Dabei war der Einstieg ein guter. Christian Müller fragte ganz offen, ob unser Leben nur aus unserer Karriere bestünde und was wir darunter verstehen. Ist es etwa nur Erfolg im Job? Mitnichten. Er versteht es viel eher als eine Lebenskarriere, die sich auf mehr auswirkt denn die Pflichterfüllung gegen Lohn und Brot. Es kann eine Berufung sein, die mit dem Schreibtischtun nichts zu tun hat. Vielleicht auch etwas ganz anderes. Wichtig sei nur, sich wieder mehr auf sein Bauchgefühl zu verlassen. Viel eher noch: die eigene Intuition.

cdc_intuition

Für den eigenen Weg müsse man sich aber auch vier Fragen stellen, die, wie Christian betonte, nicht immer leicht zu beantworten sind:

Was ist mir wichtig? | Wer ist mir wichtig? | Was ist meine Leidenschaft? | Wogegen entscheide ich mich?

Vor allem die vierte Frage hat es in sich. Sie ist das Commitment, sich nicht nur ganz bewusst für etwas zu entscheiden, sondern sich selbst auch davon abzuhalten später zu jammern, wenn man diesen Weg und keinen anderen eingeschlagen hat. Man schließt so die Hintertür, die wir uns sonst viel zu oft und gerne aufhalten, und macht sich auch bewusst, dass auf dem Weg, den wir einschlagen, auch Menschen zurückbleiben, die uns bis dahin begleitet haben. Es sind Wachstumsschmerzen, die man aushalten muss, wenn man für sich selbst vorankommen möchte.

Toll, aber nicht das, was ich suchte

Die anderen Sessions waren in der Folge spannend, aber nicht mehr zwingend meins, so dass ich auch früher losgezogen bin. Nicht, weil ich die Vorträge nicht gemocht oder die Stimmung, die dabei aufkam, gut gefunden hätte. Aber es war nicht das dabei, was mir wirklich weiterhilft. Vielleicht habe ich mich schon zu oft mit dem Thema auseinandergesetzt oder bin – wie ich aus den Diskussionen mit den anderen Teilnehmern ebenfalls raushören könnte wie sie auch – in einem gewissen Maße zu verkopft selbstreflektiert, um an nur einem Tag die große Lösung zu finden. Vielleicht ist es aber auch einfach die Gewissheit, dass meine Lösung aus vielen Fragmenten besteht, um überhaupt richtiges Bild ergeben zu können, das sich nicht in der Kürze der Zeit zusammenlegen lässt.

Dennoch, ich danke Silke, Jane und Stacho für ihren wundervollen Einsatz rund um die Organisation und Verwirklichung des Camps, Inken und Thies für die tollen Fotos und allen Anwesenden für ihre Teilnahme.

One comment

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