Deutschlands Blogger: ein Projekt (updated)

Die Visualisierung der österreichischen Blogosphäre lässt mich nicht los. Ich mag derlei Projekte und die spannenden Ergebnisse, die dabei zu Stande kommen.

Aus diesem Grund haben Sabine Sikorski und ich eben die Gruppe „Deutschlands Blogger: ein Projekt“ auf Facebook ins Leben gerufen, die ähnlich unseren Nachbarn eine Grundlage an Verknüpfungen schaffen soll, eine vernetzte Blogger-Autobahn, damit Luca Hammer sie dann netterweise wieder ins Bild setzt.

Deutsche_Blogger

Uns ist bewusst, dass wir mit einer Facebook-Gruppe ad hoc keine 1:1-Abbildung der Blogosphäre hinbekommen werden, da nicht jeder auf die Gruppe aufmerksam werden wird, das Projekt blöd finden kann oder aber einfach Facebook meidet und somit nicht auftaucht. Aber wir erheben auch nicht den Anspruch auf Vollständigkeit oder absolute Repräsentativität. Wir wollen einfach sehen, wie gut die Blogger in Deutschland miteinander vernetzt sind, unabhängig von ihrem Steckenpferd betrachtet.

Dafür brauchen wir im Moment aber auch auf jeden Fall eure Hilfe, um der Gruppe die nötige Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Also weist gerne darauf hin. Facebookt, twittert und bloggt darüber, damit Blogger nicht mehr das unbekannte Wesen sind, als das sie gerne dargestellt werden.

Und irgendwann, wenn das Ganze groß genug ist, kann man sicher noch sehr viel mehr damit anstellen. Aber jetzt sind wir noch am Anfang und wollen sehen, was passiert … Also: lasst uns loslegen!

Erstes Update (21.04. – 15:07 Uhr): Auf Twitter gab es den guten Einwurf, dass „Deutsche Blogger“ ein wenig zu harsch und nach Ausschluss klingt. Das ist natürlich nicht Sinn der Sache und erst recht nicht so gemeint. Darum heißen Gruppe und Projekt nun „Deutschlands Blogger“.

Zweites Update (21.04. – 17:05 Uhr): Luca ist einfach der Hammer. Nachdem wir in den ersten drei Stunden schon +200 Mitglieder zusammentragen konnten, hat er die erste Visualisierung als Motivator aufgesetzt.

visualisierung_deutschlands_blogger_200

Drittes Update (21.04. – 22:07 Uhr): Mir fehlen einfach die Worte. Ich war doch nur fünf Stunden nicht am Laptop und was macht ihr? Ihr knackt die 1.000er-Marke. Ihr flutet die Gruppe mit Input, Ideen und Diskussionen. Luca schraubt die dynamische Visualisierung zusammen und übernimmt in meiner kurzen Abwesenheit auch das Management (vielen vielen Dank dafür!) … Ich muss das erst einmal sacken lassen und melde mich morgen wieder.

visualisierung_deutschlandsblogger

Viertes Update (22.04. – 07:08 Uhr): Das Projekt ist jetzt 17 Stunden alt und es sind nahezu 1.300 Mitglieder in der Gruppe. Erste Unschärfen zeichnen sich ab und viele Fragen sind aufgetaucht, die alle ihre Berechtigung haben oder bei der Dynamik, die aufgekommen ist, Antworten suchten, die schon gegeben wurden. Als es gestern um 14 Uhr losging, da hätte ich nicht einmal im Ansatz erwartet, dass es so durch die Decke geht.

Dementsprechend gilt es nun im Nachgang auch noch einige organisatorische Dinge und Definitionen zu klären (Sind zum Beispiel wirklich nur Blogger in der Gruppe und nicht etwa auch eingeladene Freunde von Freunden, weil das Ganze doch spannender ist als erwartet? Wie definieren wir Blogger eigentlich im Detail? Sind Twitter-User auch Blogger, wo wir doch von Microblogging sprechen? … Derlei Sachen). Das alles wird dann in der Gruppe und auch hier noch einmal für eine genaue Übersicht festgehalten werden.

Allerdings muss ich im Namen aller, die „Deutschlands Blogger“ gerade tragen und anschieben und noch weiter entwickeln wollen, die Mitglieder der Gruppe noch um etwas Geduld bitten: Das Projekt ist offen gesagt gestern aus einer Laune und reiner Neugier heraus gestartet worden. Es gab zum Zeitpunkt des Kick-Offs noch keine großen Visionen und Prozesse, wie was wann wo zu funktionieren hat, um fertige FAQ, Listen und Co. in petto zu haben, noch ehe es los geht. Es ist ein Spaß- und Freizeitprojekt, das noch einige Zeit brauchen wird, ehe es komplett ausgereift ist. Fragen werden nicht sofort beantwortet und nicht jede Anfrage wird sofort aufgelöst werden können. Aber wir arbeiten daran, sobald es Job, Privatleben und Schlafmangel zulassen.

An dieser Stelle gilt mein Dank aber nochmals Sabine Sikorski, die mir den finalen Schubs gegeben hat, Luca Hammer, der mit einem schon jetzt beispiellosen Einsatz ganz bestimmt weitaus mehr Stunden in das Projekt gesteckt hat, als er sich bei meiner Anfrage gestern Vormittag träumen ließ, und schließlich auch den vielen Mitgliedern der Gruppe, die mit ihrer Begeisterung ebenfalls im Community Management als stets freundliche Helfer aufgetreten sind und Fragen beantwortet haben, aber auch guten Input reingeworfen haben.

41 Kommentare

  1. Ich hätte ja gern teilgenommen. Aber für meinen Blog habe ich keine eigene Facebook-Seite. Ich veröffentliche meine Blogposts auf meinem privaten FB-Profil oder via Twitter und G+.

    Aber ich werde das gespannt verfolgen!

    1. Oh, das ist, so glaube ich, ein kleines Missverständnis. Um dabei zu sein braucht es keine eigene Page zum Blog. Das wäre wirklich zu viel des (nicht immer ganz so) Guten. Es kommt tatsächlich auf dich als Person an und somit reicht es voll und ganz aus, wenn du Mitglied der Gruppe bist.

  2. oh, perfekt, ich komme!!! Ich hatte mich durch das „und nun, Ihr Blogger auf Facebook“ verwirren lassen

  3. Klasse Idee, viel Erfolg. Hab mich gleich mal angemeldet:-)

  4. In bestimmten Bereichen gibt es solche Verzeichnisse schon, beispielsweise die Liste der katholischen Blogger mit über 300 Einträgen:
    http://www.bloggerliste.blogspot.de

  5. Hallo Daniel,
    super Sache! Bin eben eingeladen worden und schon sehr gespannt auf die Visualisierungen. Ihr solltet in die FAQ vielleicht einen Punkt reinschreiben „Ich bin in der Gruppe drin, und was muss ich jetzt machen?“ – „Einfach nur Mitglied sein.“ Es wird nämlich auf Anhieb ohne Lesen deines Posts hier nicht direkt klar, ob man selbst aktiv werden muss😉

    Anschlussfrage: könnt ihr das Projekt nachträglich noch bei der rp13 einreichen?😉

  6. […] nach. Nachdem er erst die Bloggerszene Österreichs visualisiert hat, macht er sich gemeinsam mit Daniel Rehm und Sabine Sikorski über Deutschlands Blogger her. Quasi zwischen Mittagessen und Tatort wurde ein […]

  7. […] Deutschlands Blogger: ein Projekt (daniel rehn) – […]

  8. Guck dir mal die FB-Gruppe „Bloggende Eltern“ an: https://www.facebook.com/groups/359330320758727/

    Wir sind 118 – ich werde diesen Blogpost verlinken, damit die Mitglieder entscheiden können, ob sie mitmachen wollen bei deinem Projekt.

    Herzlichen Gruss, Christine

  9. Reblogged this on Ich sag mal und kommentierte:
    Prima Projekt.

  10. Hm – ich bin ein wenig unsicher, was ich aus diesem Projekt machen soll: Bedeutet das, dass ein Blogger aus Deutschland ohne Facebook-Konto kein „richtiger“ Blogger ist? Dieses Ausschluss-Kriterium begegnet mir immer häufiger. Schade!

    1. Es kann leider so missverstanden werden, ist aber definitiv nicht unsere Absicht. Ein Blogger definiert sich durch die eigene „Heimat“ im Netz, nicht durch die Peripherie an Services, die drumrum genutzt werden.

      Allerdings brauchten wir einen ersten Ansatzpunkt, um mit dem Projekt zu starten. Da ich mich bei der Idee stark an Lucas Vorbild orientierte, adaptierten wir den einfachsten Start in Form einer Facebook-Gruppe. Wir arbeiten aber schon daran, wie man Twitter und Google+ als weitere Kanäle einbinden kann, auch wenn das in die gleiche Kerbe wie etwa Facebook als Peripherie schlägt.

      Verlinkungen der Blogs selbst haben wir dabei auch auf dem Zettel, aber das braucht mehr Zeit, ehe wir das stemmen können.

      Ich hoffe, das hilft erst einmal als Antwort weiter.

  11. […] Entstanden ist das Projekt als Ableger von Luca Hammers Visualisierung der österreichischen Bloglandschaft. Innerhalb weniger Tage sind mehr als 1.300 Blogger der Facebook-Gruppe beigetreten, die die Datengrundlage für die Karte liefert. Wirklich repräsentativ kann die kaum sein – auch die Macher sind sich bewusst, das hunderte, vielleicht sogar tausende Blogger in ihrer Karte nicht auftauchen werden. Sei es, weil sie von dem Projekt erst gar nichts mitbekommen, sei es, weil sie Facebook meiden und deshalb der Gruppe nicht beitreten können. Oder weil sie schlicht keine Lust haben, mitzumachen. Für kurze Zeit hieß das Projekt „Deutsche Blogger“, doch man wolle niemanden ausgrenzen, schrieben die Macher und benannten die Gruppe kurzerhand um. […]

  12. […] die Visualisierung der Vernetzung umgesetzt und jetzt auf Idee von Daniel Rehn (der Post zur Idee Deutschlands Blogger) und Sabine Sikorski das Gleiche für Deutschlands Blogger ins Auge […]

  13. Sehr erheiternd! Ein Projekt zur Vernetzung deutscher Blogs. Auf Facebook. Damit wir uns nicht falsch verstehen: Tolles Projekt und schöne Ergebnisse! Aber ein wenig schizophren ist das schon, oder?

    1. Es widerspricht dem eigentlichen Sinn, dass Blogs gerade deshalb wieder ein Revival erleben, weil wir uns von Facebook und Co. wieder „abwenden“ bzw. vor der eigenen Haustüre im Netz kehren und etwas schaffen wollen.

      Aber ein einzelner Aufruf via Blog hätte (leider) nicht die gleiche Wirkung erzielt. Des Weiteren ist der Ansatz einer Gruppe auf Facebook tatsächlich der einfachste gewesen, da ein Gros der Vernetzung abseits der immer seltener werdenden Blogroll tatsächlich dort statt zu finden scheint.

  14. […] Sikorski, Daniel Rehn und Luca Hammer haben am Wochenende das Projekt: Deutschlands Blogger (Twitter Hashtag: #deutschlandsblogger) ins Leben gerufen. Daniel war von der Visualisierung der […]

  15. Spannend wie schnell das ganze wächst. Habe in meiner Mittagspause in meinem Blog das Projekt ein wenig zusammengefasst.

  16. […] Deutschlands Blogger: Ein Projekt. Daniel Rehn […]

  17. Großartiges Ding mit dieser Schwarmintelligenz…

  18. Hm, ich würde gerne das Ziel wissen, das hab ich leider nicht wirklich kapiert. Auf den ersten Visualisierungsbildern siehts so aus, als würde dargestellt, wer am meisten vernetzt ist, was wie eine Hierarchisierung der Blogs aussieht, was m.E. der Bloggeridee zuwiderläuft (also die Hierarchie, nicht die Vernetzung), und schon hat man wieder ein Geklüngel und Gedrängel, wer denn nun am Besten Werbung für sich gemacht hat und da mit Namen auftaucht. Also, das sind einfach meine Bedenken. Bitte gerne auflösen.
    Sacht inka, die nämlich tierisch genervt ist, wenn andere Leute ihren Blog / FB-Seite nutzen, um Werbung in eigener Sache zu machen.🙂

    1. Hi inka, du siehst das alles für den ersten Blick schon komplett richtig: die Visualisierung, wie wir sie im Moment führen, ist in der Tat eine Abbildung dessen, wie die Blogger (via Facebook) miteinander verknüpft sind.

      Als Luca das Projekt für die österreichische Blogosphäre aufgesetzt hat, war seine These, dass Vernetzung heute eher über soziale Netzwerke denn über Backlinks, Kommentare und die Blogroll vorangetragen wird. Darum setzte er das Ganze auf Basis der etwa 400 Mitglieder starken Gruppe für Österreich auf. Ich fand es einfach nur spannend zu wissen, wie es für Deutschland aussehen würde …

      Eine Hierarchisierung ist von uns definitiv nicht vorgesehen. Das Recht nehmen wir uns auch nicht heraus. Eine Rangliste der Blogs lässt sich aus den Vernetzung mittels Facebook aber (zum Glück) nicht 1:1 ableiten. Dafür ist die Blogosphäre viel zu vielschichtig, da es ja auch Blogger gibt, die wirklich toll sind, sich auf Facebook aber nicht so extrem vernetzen und als kleiner Punkt auftauchen würden, während andere Blogger viel intensiver netzwerken und ein riesiger Punkt sind, obgleich ihr Blog nur wenigen bekannt ist.

      Von daher gibt es noch einige Unschärfen in der Darstellung, die auch darauf zurückfallen, wer am besten für sich trommeln kann. Das stimmt, ist aber, da wir keine 100% Genauigkeit zusichern können und wollen, auch von Anfang an als eine von vielen Baustellen bekannt gewesen.

      Mal sehen, wie wir das dann noch abfedern können.

  19. Reblogged this on im Zuge der Zeit und kommentierte:
    Schöne Idee!

  20. Gute Idee, aber „Deutschsprachige Blogger“ wäre angebrachter gewesen.

    1. Die Namensgebung lässt sich in der Tat vortrefflich diskutieren. Erst hieß es „Deutsche Blogger“, nun „Deutschlands Blogger“. Auf Twitter wurde gefragt, ob man das Projekt nicht auch gendern könnte, damit Blogger und Bloggerinnen angesprochen sind. Innerhalb der Gruppe wird diskutiert, ob und wie man BloggerInnen nun wieder definiert, wer drin und wer draußen sein sollte, …

      Da waren die 250 Mitglieder als Limit zum Umbennen der Gruppe aber schon längst überschritten. Als nahe Ableitung zu Lucas Ausgangsbasis für die Auswertung Österreichs hatte ich „Österreichs Blogger“ einfach adaptiert, um Deutschland als „Blogger-Land“ besser verorten zu können.

      „Deutschssprachige Blogger“ wäre wieder grenzübergreifend gewesen. Ja, das Netz kennt keine Grenzen, aber für das Projekt mussten wir irgendwo dann doch eine ziehen, um anfangen zu können.

  21. […] Noch viel besser kann das Daniel selbst erklären. […]

  22. […] wurde das deut­sche Pendant zu den Atbloggern auf Facebook von Sabine Sikorski und Daniel Rehn ins Leben […]

  23. […] insgesamt untereinander schlecht und nicht ausreichend vernetzt sind. Ein spannendes Projekt von Daniel Rehn und Luca Hammer versucht das gerade das zu Ergründen, in dem möglichst viele Blogger […]

  24. […] DEUTSCHLANDS BLOGGER: EIN PROJEKT (UPDATED) […]

  25. […] von Deutschlands Blogosphäre – nicht mehr, aber auch nicht weniger  – hat sich Daniel Rehn mit einigen Mitstreitern zum Ziel gesetzt. Seit dem Wochenende gibt das dafür eine Facebook-Gruppe mit dem Titel „Deutschlands Blogger“, […]

  26. […] insgesamt untereinander schlecht und nicht ausreichend vernetzt sind. Ein spannendes Projekt von Daniel Rehn und Luca Hammer versucht das gerade das zu ergründen, in dem möglichst viele Blogger […]

  27. […] es ja selber nach wie vor nicht so ganz glauben, was sich seit diesem 21. April alles getan hat. Aus der fixen Idee die Visualisierung der österreichischen Blogosphäre auf die deutsche zu übertr… wurde mit der tatkräftigen Hilfe von Luca und Sabine ein kleines […]

  28. […] Deutschlands Blogger: ein Projekt […]

  29. […] um die re:publica und auch das Blogprojekt Deutschlands Blogger von Luca Hammer – mit angeregt von Daniel Rehn – traf ich auf interessierte Menschen, konnte aus mir heraus gehen und neue Kontakte […]

  30. […] nächsten Tag, den 21. April 2013, fragte Daniel Rehn auf Twitter, ob ich das gleiche auch für Deutschland machen könnte. Ich meinte, dass das kein […]

  31. […] wollte ich dann wirklich umsetzen: ein Update zu #blognetz, der Visualisierung der Blogosphäre. Das Projekt begann Ende April mit einer Idee, die irgendwo zwischen “Was wäre, wenn …?” und “Lass uns doch mal rauskriegen, […]

  32. […] Projekt, das mir zu Anfang viel Freude bereitete, danach meinerseits aber einschlief, ist “Deutschlands Blogger“. Das Projekt bzw. der Beitrag dazu sorgte Ende April für viel Aufmerksamkeit, die sich im […]

  33. […] Deutschlands Blogger: ein Projekt […]

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