Fundstücke vom 28.01.2012

Basic Toolbox: 100+ magische Apps
Wer hier nicht fündig wird, dem kann in puncto Tools und Apps nicht mehr geholfen werden. Eine wahnsinnig gute Übersicht (und zwei Kunden sind auch vertreten) ;)

Tags: Applikation, Tools

Ego-Marketing – Was Autoren von Rappern lernen können
Frank Krings hat bei Leander Wattig einen ganz interessanten Gastbeitrag hinterlassen, der das Ego- bzw. Self-Marketing von Autoren mit dem von Rappern und Hip-Hoppern vergleicht.
Noch besser sind allerdings die Kommentare, die einen Exkurs durch die Geschichte des Rap darstellen und mit einigen Vorurteilen aufzuräumen versuchen. Stark! – via @sinnundverstand

Tags: Marketing, Ego-Marketing, Branding

Facebook: Das New York der Onlinewelt
Sabine Haas hielt küngst einen Vortrag bei der IHK in Mönchengladbach, der sich um die Qualitäten und Möglichkeiten von Social Media für KMU (im Speziellen Facebook im Vergleich zu Google+) drehte. Der Beitrag selbst ist schon sehr gelungen, aber ihre Prezi-Präsentation ist das Beste, was ich seit langem im Einsatz mit diesem Tool gesehen habe. Chapeau dafür! :)

Tags: Social Media, Facebook, Nutzen, KMU, Hype

Worktoolstudy: Wie nutzen wir das mobile Büro?

Mobiles Arbeiten. Der Traum von einer schier grenzenlosen Freiheit überall dort arbeiten zu können, wo man Netz hat. Im Café, kurz vor dem Flug zum nächsten Meeting, aus dem Zug heraus (mein Favorit, bin ich dort doch am produktivsten), manchmal sogar von einem festen Arbeitsplatz in einem Betahaus aus, … Das klingt toll und die Technik macht es dank Devices wie Smartphone oder Pads möglich. Aber wie nutzen wir diese Möglichkeiten eigentlich?

Jörn Hendrik Ast aka @Jormason hat sich im Rahmen der Jellyweek mit dem Thema „mobile office“ auseinandergesetzt und eine kleine Studie dazu aufgezogen. Die soll nicht nur Aufschluss darüber geben wie die Generation der jungen, kreativen, freien und flexibel Arbeitenden tickt, sondern auch, welche Tipps und Tricks sie für ihren mobilen Erfolg parat haben.

Die 114 Teilnehmer der Umfrage gaben dabei Antwort auf die Grundfragen, wie wir uns organisieren, ob diese Prozesse im täglichen Einsatz wirklich greifen und wie groß der Unterschied zwischen Freelancern und Angestellten in der Nutzung wirklich ist. Interessant ist bereits die Zusammensetzung der Teilnehmer: Es gibt keine Blockbildung der Digital Natives, sondern ein gut verteiltes Durcheinander aller Altersklassen und Beschäftigungsverhältnisse. Ebenso aufschlussreich ist die Auswertung der Hauptaktivitäten, die Tools und Apps auf den Devices erfüllen müssen: Kommunikation, Networking und Zeitmanagement, die teils sogar stündlich bemüht werden. Hier zeigt sich, dass auch Freie nicht ohne das Sicherheitsnetz „alle, die Bescheid wissen müssen, wissen Bescheid“ agieren können.

Überraschend ist hingegen die Auswertung über die Gewichtung der Mobile Devices für die komplette Organisation des Arbeitens. Die Hälfte der Befragten sieht in Pads und Co. eine Ergänzung, aber keinen Ersatz für einen lokalen PC, während fünf Prozent davon überzeugt sind ohne Rechner auszukommen.

Ich glaube das übrigens auch, komme ich doch seit dem damaligen Beginn meines Studiums mit Laptop (jetzt Netbook) und Smartphone aus, um mich zu organisieren. Nur für die Arbeit in der Agentur nutze ich den lokalen Rechner – aber das auch nur, weil er mir zur Verfügung gestellt wird. Ich könnte auch mit „Bring your own device“ leben. Meine These dazu: dieses Bild wird sich in zwei bis drei Jahren komplett gewandelt haben, wenn die handlichen Helfer mit noch größeren und schnelleren Prozessoren in der Lage sind ähnliche Datenmengen horten und verwalten zu können, wie es Tower tun. Wenn dann noch flexible Screens hinzukommen, die man jederzeit und überall als externen, größeren Bildschirm anschließen kann. Hallelujah!

@Jormason hat die Ergebnisse mit ein paar schönen Beispielen veredelt und führt den geneigten Leser auch mit einer bewusst spitzt formulierten Portion Vorurteile an das Thema heran. Sehr gelungen und kurzweilig pickt er dabei einzelne Aspekte heraus und beleuchtet diese auch von der anderen Seite, um zur finalen Frage zu kommen:

Meine Abschlussfrage dazu lautet nur, sind die Personaler und Führungskräfte sich diesem Trend bewusst? Was wird dafür getan um die Vorteile des mobilen Büros den Mitarbeitern zugänglich zu machen die danach verlangen?

Also, diskutiert fleißig drüben bei beginners-mind.de mit und lasst hören, was ihr davon so haltet! ;)

Being Awesome

Vielleicht sollten wir alle einfach mehr auf den Barney Stinson in uns hören.

Bildquelle

Fundstücke vom 27.01.2012

Reconsidering Gartner’s Cycle of Hype
Seth Godin mit dem einen, aber klugen Gedanken zum Gartner Hype Cycle: Die meisten Technologien, die wir überhaupt erst in diesem Verlauf wahrnehmen oder mit ihm in Verbindung bringen, halten sich nicht an den Cycle. Vielmehr nehmen sie einen komplett anderen Verlauf, der in neun von zehn Fällen darin besteht teils über Jahre hinweg nicht wahrgenommen zu werden, ehe es rund geht.

Tags: Medien, Technik, Gartner

Pinterest 1: Benutzung und Benefits für Unternehmen
„[...] Obwohl Fotos innerhalb von Social Media mehr Interaktionen anstoßen, als reiner Text, wurden sie bisher in den sozialen Netzwerken eher vernachlässigt. Diese Lücke könnte ‚Pinterest’ schließen. [...] Pinterest ist deshalb so faszinierend, weil es einerseits als erste Plattform das Medium Foto (und auch Videos) als Persönlichkeits-Summe aus visuellen Eindrücken inszeniert, teilbar und interaktiv macht. [...]“ – Eine sehr schöne Zusammenfassung von Stephanie Söhnchen über Nutzung und Nutzen des neuen heißen Dings im Web.

Tags: Pinterest, Service, Foto, Analyse

Interne Kommunikation im Dach oder Keller? Prioritäten zeigen sich räumlich
Je weiter oben sich die interne Kommunikation im Haus findet, umso besser. Susanne Westphal mit einem schönen Sinnbild.

Tags: Unternehmenskommunikation

Ein tanzender Burrito erklärt foursquare (Video)

Was ist foursquare? Welchen Nutzen bringt es seinen Anwendern? Und warum sollte ich mitteilen, wo ich gerade bin?

Wer schon einmal versucht hat diese oder ähnliche Einsteigerfragen zu beantworten, weiß, wie schnell man sich in weitläufige Ausführungen verlieren kann. Warum also nicht ein offizielles Video von foursquare nutzen und einen tanzenden Burrito die Arbeit überlassen? ;)

via aboutlocation.de

Kein Good Bye

„Opa ist tot.“ – Mehr konnte ich der tränenerstickten Stimme meiner Mutter nicht entnehmen. Dann legte sie auf. Vermutlich hat sie nicht sehr viel mehr gesagt, damals, bei diesem Anruf vor vier Jahren. Es reichte dennoch, um alles mitzuteilen.

Die Nachricht kam nicht überraschend. Hatte er doch schon zu Weihnachten nicht mehr allzu kräftig gewirkt, obgleich sein Lebensmut und -wille ungebrochen waren. Und die Zeit im Krankenhaus tat sicher ihr Übriges bei ihm. Ihm, dem Draußen-Menschen, der jede freie Minute in seinem Garten verbrachte, der meiner Familie so viele schöne Erinnerungen bescherte. Ich war gefasst und doch aus der Bahn geworfen.

Keine zehn Minuten später rief meine Mutter nochmals an. Nun etwas gefasster, sich dafür entschuldigend, dass sie mir einfach so diese Nachricht vorgesetzt hatte, während ich bereits meine Sachen packte, um nach Hause zu eilen. Ich mache ihr bis heute keine Vorwürfe, war sie mit meinem Vater doch an seiner Seite, als er uns verließ.

Mir hingegen mache ich zuweilen Vorwürfe. Ich hatte die Nummer für sein Zimmer, hätte anrufen können, als ich noch die Gelegenheit dazu hatte. Aber ich tat es nicht. Aus Angst nicht zu wissen, was ich sagen könnte. Weil mir in dem Wissen, dass es unser letztes Gespräch sein würde, die Kraft dazu fehlte von ihm Abschied zu nehmen. Ich bereue es bis heute zutiefst, wie ich seitdem nur eine weitere Sache von ganzem Herzen bereue. Kein Good Bye. Kein „Pass auf dich auf“.

Was bleibt sind die Erinnerungen an eine schöne Zeit, die ich auf ewig in mir tragen werde. Und Bedauern. Bedauern, die Zeit nicht noch besser genutzt zu haben. Um zu sagen, dass und wie viel ich für diesen Herzensmenschen empfinde. Und dass ich mich bis heute nicht wirklich ändern konnte, was das betrifft.

Opa, du fehlst.

Fundstücke vom 25.01.2012

McDonalds: Verbrannter Hashtag in der Burger-Küche
Die Idee die eigenen Zulieferer mit einem Hashtag und den dazu entstehenden Tweets zu positionieren war so schlecht nicht. Nur hatten die „Anhänger“ von McDonald’s in den Staaten bei den per promoted tweets gepushten #McDStories dann doch anderes im Sinn. Sie drehten die angedachte Resonanz einfach um 180° und schon hagelte es gute sechs Tage negative Geschichten vom güldenen M. Das parallel laufende Hashtag #MeetTheFarmers lief hingegen weitaus harmloser über den Äther. – via @Ina_Steinbach

Tags: Unternehmenskommunikation, Twitter, Case

Say Hello to the New Vimeo
Bigger is better. Das denken sich auch die Vimeo-Macher und unterziehen dem künstlerischen YouTube-Pendant einer Frischzellenkur, um die Muckis aufzupumpen. In diesem Fall werden die Videos nun noch größer dargestellt und ein paar weitere Features gibt es ebenfalls. Vom Design erinnert mich Vimeo nun stark an das überarbeitete Slideshare, wirkt aber trotzdem aufgeräumter. Finde ich gut.

Tags: Vimeo, Relaunch

10 Gründe, warum Youtube klassischen Fernsehsendern das Leben zur Hölle machen wird
Sehr guter und treffender Beitrag über den – meiner Meinung nach – medialen Emporkömmling schlechthin: YouTube. Klar, YouTube ist schon jetzt neben Facebook DIE Anlaufstelle schlechthin, aber 2012 wird man noch einen ordentlichen Zacken zulegen. Schließlich ist YouTube schon jetzt nach Google die zweitgrößte Suchmaschine (sic!). Auf 120sekunden gibt es noch zehn weitere Gründe, warum YouTube dem klassischen TV so richtig an die Gurgel gehen wird. Zehn Gründe, die ich allesamt so unterschreibe. – via @resultmafo

Tags: YouTube, Medienwandel, TV, Fernsehen

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