daniel rehn – digitales & reales

PR und Authentizität im Social Web – Nachschlag

9. Februar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Ich sage es unumwunden: Nach den wohligen Online-Schauern im November letzten Jahres bin ich auch nun stolz wie Bolle meinen Namen erstmals in Verbindung zu einem gedruckten Fachartikel lesen zu können, denn mit der Februar-Ausgabe des PR-Magazins (2/2010; Seite 61-66) ist die von Prof. Dr. Thomas Pleil und mir durchgeführte Studie zum Thema PR und Authentizität im Social Web auch im Print erschienen.

Die Studie als solche hatte mit ihrer digitalen Veröffentlichung der Ergebnisse im November schon einige höhere Wellen geschlagen, die Thomas Pleil in einer schönen Sammlung zur Diskussion zusammengefasst hat.

Der Artikel an sich wurde uns vom PR-Magazin dankenswerterweise auch als PDF zur Verfügung gestellt und – wie man sehen kann – auch gleich in eine Slideshare umgewandelt.

Ergänzend dazu geht Thomas Pleil auch noch auf einen Artikel von Sarah Zielmann und Joachim Preusse aus Münster ein, die in der Loseblatt-Sammlung Kommunikationsmanagement (Januar 2010) ebenfalls Ergebnisse zum Thema, wenn auch mit anderen Ansätzen, veröffentlicht haben.

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Fundstücke vom 04.02.2010

4. Februar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Der „Oskr 2010“ geht an DaWanda und Jack Wolfskin
Auf der Social Media Week wurde der Oskr für die bekannteste Social Media-Kontroverse 2009 vergeben und ging mit der Causa DaWanda vs Jack Wolfskin durchaus an den richtigen Vorfall.

Tags: Social Media, Social Web

Want to Spread News on Twitter? It’s Who You Know, Not How Many
Dass viele Follower nicht gleichbedeutend mit faktischer Informationsverteilung anzusehen sind, dürfte spätestens nach diesem Artikel klarer sein.

Tags: Kommunikation, Twitter

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Fundstücke vom 26.01.2010

26. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Magdalena Neuner und Social Media – Wenn News keine News sind
Wenn man eine Kategorie der eigenen Homepage schon “News” nennt, dann sollten diese auch neu sein. So empfindet Matias Roskos, der sich die Website sowie Social Media-Aktivitäten rund um Biathletin Magdalena Neuner zu Gemüte geführt hat und kein sonderlich positives Fazit zieht.
Aber, konstruktiv wie Matias ist, hat er auch gleich ein paar Vorschläge, wie sich Athleten im Allgemeinen besser im Netz präsentieren könnten.

Tags: Social Media, Sport, Strategien

Sechs harte Fakten zu Social Media im Unternehmenseinsatz
David Nelles räumt mit seiner Meinung nach hinfälligen Thesen zum Social Media-Einsatz in Unternehmen auf und verabschiedet sich von Firewalls, kurzfristigen Erfolgsstrategien oder auch dem in letzter Zeit viel gespriesenen Return of Investment (er bevorzugt die durchaus treffende Version des Return of Engagement).

Tags: Social Media, Unternehmenskommunikation, ROI, Mitarbeiter

Theorie und Blog – deutsche IT-Unternehmen und Corporate Blogs (Teil III)
Dass sich die IT-Branche in der Breite mit Social Media schwer tut, ist nicht zwingend neu, allerdings gibt es doch ein paar Lichtblicke zwischen den dunklen Wolken des Zauderns und Zögerns.
Im dritten Teil ihrer Serie zeigen die PR-Macher, wer das ist und wieso.

Tags: IT, Weblog, Corporate Weblog, Unternehmenskommunikation

Die 7 Elemente erfolgreicher Community-Plattformen im Web
Markus Breuer zeigt sieben Kriterien auf, die einer Community-Plattform zu Erfolg verhelfen können – und lehnt sich an einen sehr einfachen Grundgedanken, der kürzlich auch von Ibrahim Evsan betont wurde: Social Media ist für die meisten Nutzer kein Geschäft, sondern ein Spiel mit Freunden, um in Kontakt zu bleiben. Je einfacher dabei die Spielregeln sind, umso eher wird das Spiel gespielt.

Tags: Community, Strategien

Social Media: Dialog rund um die Uhr?
Ausgehend von einem Artikel des Schneeengels Jochen Hencke bezüglich der potentiellen 24/7-Erreichbarkeit von in Social Media vertretenen Unternehmen, hat sich Susanne Holzer ebenfalls ihre Gedanken zum Thema gemacht und kommt zu dem Schluss, dass man eine gewisse Flexibilität bezüglich der Geschäfts- und somit auch Antwortzeiten eines SocMed-Accountbetreuers erwarten kann, aber eine rund-um-die-Uhr-Betreuung utopisch sei. Solange man zeitnah reagiert, ist die (Kommunikations-)Welt in Ordnung.

Tags: Mitarbeiter, Unternehmenskommunikation, Social Media, Einsatz

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If you printed Twitter…

26. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

If You Printed Twitter
Infographic by Cartridge Save for printer cartridges

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Meine Diplomarbeit und ich (2)

25. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Seit heute Vormittag gibt es kein Zurück mehr. Gegen kurz nach halb 11 habe ich meine Anmeldung zum Diplom sowie Kolloquium eingereicht.
Ergänzt wurde dieses unscheinbare Stück Papier durch ein acht Seiten starkes, 15.707 Zeichen umfassendes Exposé, in welchem ich mich über meine Motivation, Gliederung, Methodik und grobe Einschätzung des zeitlichen Aufwands auslasse, um dem Thema (hoffentlich) gerecht zu werden.

Inhaltlich wird sich meine Arbeit um die Umfeldanalyse plus anschließende Ausarbeitung einer Social Media-Konzeption für einen Basketballbundesligisten drehen, dem ich schon seit längerem sehr verbunden bin.

Offizieller Start der Bearbeitungszeit wird dann Anfang März sein, während die Abgabedeadline für Ende Mai angesetzt ist.

Knappe drei Monate also, die genügend Möglichkeiten für allerhand Überraschungen, Erkenntnisse und Wendungen bieten können.

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Fundstücke vom 23.01.2010

23. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Grammatik? Ja bitte! – Warum korrekte Sprache über den Erfolg von Werbung und PR entscheidet
In einem Gastbeitrag erklärt Ines Balcik die Bedeutung des richtigen Sprachgebrauchs im Zusammenhang mit dem Erfolg von Werbung und PR.

Tags: Praxis

70 % der beliebtesten Medien-Marken sperren ihre Fans bei Facebook aus
Warum ich diesen Beitrag von Leander Wattig über die Kommunikation von Medien-Marken mit ihren Fans erst jetzt auf dem Radar habe weiß ich zwar selbst nicht so genau, vorenthalten möchte ich ihn euch aber nicht.

Tags: Facebook, Kommunikation, Kundenbindung

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Social Media im und für das Unternehmen

23. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar


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Wenn Athleten zwitschern…

19. Januar 2010 · 1 Kommentar

… dann wird den meisten Vereinsführungen Angst und Bange.

Neuestes Mitglied in der mittlerweile langen Reihe der Twitter- und Facebookverbieter ist seit heute Vormittag der englische Premiere League-Klub Manchester United, der seinen Kickern Wayne Rooney, Ryan Giggs und Rio Ferdinand nahelegt, ihre Userkonten in den Social Networks zu löschen. Der Grund: Die eigenen Meinungen und Ansichten der Akteure könnten sich nicht mit denen des Vereins decken.

Doch die “Red Devils” sind bei Leibe nicht der einzige Fall dieser Art. Allen voran sind es die großen US-Sportligen der NBA (National Basketball Association) und NFL (National Football League), die jüngst sehr explizite Erweiterungen ihrer Medienregularien, zu denen sich jeder Verein und somit auch Spieler verpflichten muss, aufgesetzt haben, die sich direkt mit dem Phänomen “Social Media” befassen.

Auslöser in der NBA war das sogenannte Twittergate, als Alvin Gentry von den Milwaukee Bucks in der Teamumkleide während der Halbzeitansprache seines Coaches zwitscherte und – je nach Betrachtungsweise – geheime Details der Taktik verriet.
In der Folge erließ NBA-Boss David Stern ein striktes Twitterverbot für einen Zeitraum von 45 Minuten vor, während sowie kurz nach den Spielen, das für alle Beteiligten und Angestellten der jeweiligen Vereine gelte, um jeden Betrugs- und Korruptionsverdacht durch das Ausplaudern von (gewinnbringenden) Informationen zu unterbinden. Schließlich ginge es in jeder Sekunde, in denen sich die Spieler der Öffentlichkeit präsentierten, auch um das Image der Liga.

Mit einem ähnlichen Argument wurde den Teilnehmern der US Open in New York bereits im August/September 2009 nahegelegt auf Twitter zu verzichten. Für leidenschaftliche Nutzer wie Tennisspieler Andy Roddick stellte dieser Form der Bevormundung das Absprechen des gesunden Menschenverstandes der Teilnehmer da. “Das wäre doch der letzte Ort, wo ich Insider-Informationen platzieren würde, oder? Auf einer öffentlichen Seite, wo sie alle sehen können…“, argumentierte er auf einer Pressekonferenz vor dem Turnier.

Was die Veranstalter, Vereine und Ligen fürchten sind allerdings nicht nur mögliche Imageverluste oder Korruptionsverdacht, sondern vor allem den Kontrollverlust im für sie, wie für alle anderen auch, nur schwer zähmbaren Social Web. In einer Welt, in der jeder eine eigene Meinung äußern und publizieren kann, gibt es eine Vielzahl von Ansichten, die konträr zu den Vorstellungen der großen Sportvereine und -organisationen laufen und sich nicht wie eine offizielle Pressemeldung der Vereine mit einem Anruf nachbearbeiten bzw. glattbügeln lassen. Vor allem in den Vereinigten Staaten, in denen sich die Basketball-, Football- oder auch Baseballligen in den letzten zwanzig Jahren nur mit großem medialen Aufwand und finanziellen Kraftakten ein absolut sauberes Liga-Image aufbauen konnten, legt man großen Wert auf ein einheitliches, abgesprochenes Auftreten in für die Medien (u.a. gelten für NBA-Spieler auf dem Weg zu Spielen und Presseterminen klar definierte Dresscodes, die das einstmals verbreitete Gangster- und ja, auch Zuhälterbild der Spieler mit Goldkette und Pelzmantel in das der hochdisziplinierten Sportsmen mit Stil ändern sollen).

Die NFL ging vor dieser Saison sogar noch einen Schritt weiter und verabschiedete nicht nur ein Twitterverbot für Spieler und Betreuer, sondern gab den Fans auch gleich noch ein Benimmpaket für das Netz mit auf dem Weg, um sich nicht nur möglichst zivilisiert zu Spielen und Spielern zu äußern, sondern zum Beispiel auch auf das üppige Hochladen der mit ihren Handykameras aufgenommenen Spielsequenzen zu verzichten. Schließlich gingen der Liga durch die Beteiligung dieser “ProdUser” als konsumierende, aber auch im Web publizierende Teilnehmer erhebliche Mehreinnahmen verloren.

Dass es gerade diese Interaktionen der Sportler mit ihren Fans und der Fans untereinander ist, die über den Longtail erst recht für neue Märkte und finanzielle Zuwächse der Ligen und Vereine sorgen, ist den Bossen dabei zumeist aber nur bedingt bewusst, obwohl sie ihre “Unternehmen”, als die jede Liga mittlerweile geführt wird, über eben jenen Social Media-Einsatz (überaus zielsicher und erfolgreich, wie man sagen muss) in das neue Kommunikationszeitalter führen.

Radprofi Lance Armstrong entdeckte Twitter wiederum als Medium zur Selbstvermarktung mit der Möglichkeit auf kleine Seitenhiebe gegen all seine Zweifler und Dopingverdächtigungen. Der mehrmalige Tour de France-Sieger nutzt seinen Account des öfteren nicht nur zur Kommunikation mit seinen Fans, sondern auch um den Dopingkontrolleuren des Radsportverbands seinen stets geforderten Aufenthaltsort “durchzugeben”.

Interessant wird im neuesten Fall von Manchester United vor allem die Reaktion von Abwehrrecke Rio Ferdinand sein, der sich abseits des Fußballplatzes nämlich mittlerweile als gefragter Meinungsmacher und sportlicher Marketingpionier etabliert hat und dabei insbesondere auf die Wirkung des Internets setzt.

→ 1 KommentarKategorien: Cases · PR in der Praxis · Twitter
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Fundstücke vom 18.01.2010

18. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

McDonald’s macht Mitarbeiter zu Testimonials
Nach der Ankündigung das Firmenlogo alsbald auf einem grünen Hintergrund zu lancieren, um die Verbundenheit zur Umwelt zu demonstrieren, werkelt McDonald’s weiter an seinem neuen Image und setzt in den neuen Werbespots auf Mitarbeiter als Testimonials, um vom Bild des ausbeuterischen Burgerkapitalisten wegzukommen.

Tags: Imagebildung, Testimonial

“Community” ist eine Einstellung
Martin Oetting mit einer sehr feinen Analyse darüber, wie Communities entstehen – nämlich durch ein Gefühl des Beisammenseins (ganz gleich ob man sich als Gruppe für ein Thema, eine Person oder Marke interessiert) und nicht, weil jemand eine Community gegründet hat und “werdet eine Gemeinschaft” brüllt.

Tags: Analyse, Community, Gesellschaft

Ethische Kommunikation – mein persönlicher Kodex
Im Rahmen unseres Kurses unterhielten wir uns heute über das Thema PR-Ethik im Großen wie Speziellen, wobei ich über diesen Beitrag von Dörte Giebel gestolpert bin, der mir in den bisherigen Diskussionen als Ansicht zum ethischen Kommunizieren sehr gut gefällt.

Tags: PR-Ethik

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Advertorial-Fettnäpfchen: SZ geht mit iPhone-App-Werbung vorerst baden

18. Januar 2010 · Hinterlasse einen Kommentar

Es ist der Aufreger des Morgens: Die Süddeutsche Zeitung hat nach Angabe von Jan Tißler vom UPLOAD-Magazin mehrere Blogger über den Anbieter Trigami dazu veranlasst “zu 100 Prozent positive Postings” über die neue iPhone-App der SZ zu verfassen.

Der Schweizer Service vermittelt Advertorials zwischen Unternehmen und willigen Bloggern, die gegen ein kleines Entgelt ihre Meinung zu ausgewählten Produkten verfassen können. Das nicht zu verachtende Detail: Die auftraggebenden Unternehmen können vorgeben, wie der Tenor des Postings ausfallen soll.
Im aktuellen Fall entschied man sich von Seiten der Zeitung für die absolut positive Variante und ließ den jeweiligen Bloggern zur Sicherheit auch gleich die Vorteile der SZ und ihrer Applikation im Anschreiben zukommen.

Nun bleibt die Frage, wie groß das Fettnäpfchen nun ist, in das die Süddeutsche Zeitung, die – welch Ironie – in der Vergangenheit vor allem durch eine nicht zwingend internetfreundliche Grundeinstellung von sich reden machte, mit dieser Aktion getreten ist.

Vertrauen in das eigene Produkt sieht ganz bestimmt anders aus, aber das sei nun einmal dahin gestellt. Eher interessiert die Analyse des Vorgehens.

Blogpostings, die auf eine Ausschreibung von Trigami zum Produkttest zurückgehen, werden im Normalfall meistens von den Autoren der Weblogs als solche gekennzeichnet, um die Stammleser über die Hintergründe des Beitrags aufzuklären. Dies geschieht allerdings von Blogger zu Blogger unterschiedlich deutlich (mal als kleiner Teaser über dem Beitrag, mal erst als kleiner Vermerk am Ende des Artikels). Ebenfalls nicht wirklich ersichtlich ist in diesen Fällen die Beeinflussung des Unternehmens, ob man seine freie Meinung äußern darf oder sich doch in einem sehr engen, vorgefertigten Gatter bewegen muss.

Wirklich geglückt ist dieser Schritt somit also ganz bestimmt nicht. Das eigene Produkt auf diese Art und Weise bewerben lassen zu wollen ist ein weiteres klares Zeichen dafür, dass man die Funktionsabläufe des Internets nicht zwingend verstanden hat und bei Fehltritten die entsprechende Quittung bekommt. In diesem Beispiel wird die bewusste Manipulation der Kunden-/Autorenmeinung kritisiert, während man in den vorgelegten Vorteilen der App und SZ an sich auf die unabhängige Meinung des Blattes hinweist. Ein wunderbarer Wiederspruch in sich…

Edit I: Das Marketing der SZ hat sich auf UPLOAD zu Wort gemeldet und will reagieren: http://bit.ly/6IlGYc

Und via @clab bin ich gerade eben auf diesen Beitrag vom Werbeblogger aus dem April 2007 gestossen.

Edit II: Nach der SZ hat sich nun auch Trigami sehr detailiert und umfangreich geäußert und darauf hingewiesen, dass es sich ganz klar um einen internen Absprachefehler handle, da man von Seiten der Süddeutschen Zeitung die auf Meinungsfreiheit basierten “Text-Reviews” angefordert, allerdings die abgestimmten Advertorials bekommen habe.

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